Hyundais Aufstieg
Herausforderer Nummer eins

Hyundai wächst schneller als alle anderen Autokonzerne. Die Südkoreaner verkaufen 2012 gut sieben Millionen Autos. Der Konzern etabliert sich weltweit als Nummer vier. In Europa sucht er die Kraftprobe mit Volkswagen.
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Frankfurt, HamburgDie fünf Werte des Unternehmens haben seine Topmanager stets im Blick. Die englischen Begriffe für „Kunde“, „Kampfansage“, „Kollektivarbeit“, „Menschen“ und „Globalität“ hängen in weißen Buchstaben auf grauen Tafeln an den Bürowänden. Dazu kommt noch gewaltiger Ehrgeiz - willkommen beim größten Herausforderer der Automobilindustrie.

Diskret, aber beharrlich rückt Hyundai in die Weltspitze vor. In seiner aktuellen Prognose sieht Branchenkenner Stefan Bratzel, Professor für Automobilwirtschaft an der FH der Wirtschaft in Bergisch Gladbach, die Südkoreaner in diesem Jahr auf Rang vier der größten Autobauer der Welt. Vor zehn Jahren waren sie noch die Nummer zehn weltweit.

Demnach setzt Hyundai gemeinsam mit der Tochter Kia gut sieben Millionen Autos ab. Mehr verkaufen nur Volkswagen (fast neun Millionen), General Motors (9,15 Millionen) und Toyota (9,4 Millionen). „Hyundai hat sich in den vergangenen Jahren in allen wichtigen Märkten hervorragend entwickelt“, sagt Bratzel mit Blick auf China, USA und Europa.

Die Kraft der Koreaner spüren besonders die schwachen europäischen Wettbewerber Fiat, PSA (Peugeot, Citroën) und Renault, die sich vom Start des Pariser Autosalons diese Woche positive Signale erhoffen. Selbst der Einbruch der Nachfrage in Europa schmälert Hyundais Ehrgeiz nicht.

„Wir streben in diesem Jahr einen Marktanteil in Europa von 3,5 Prozent an. Mittelfristig wollen wir fünf Prozent Marktanteil erreichen“, sagte Allan Rushforth, der Hyundais Europageschäft operativ führt, dem Handelsblatt. Aufgrund der schwierigen Marktlage könnte auch Hyundai die Ziele anpassen müssen. "Aber grundsätzlich wollen wir weiter wachsen und bis Ende 2020 in Europa 800 000 Autos verkaufen - nach rund 398 000 im Jahr 2011", so Rushforth.

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