IAA 2011
VW-Gala mit kleinen Misstönen

Schon vor Beginn der IAA-Pressetage hat der Volkswagen-Konzern bei seinem Konzernabend gezeigt, womit er auf der weltgrößten Automesse punkten möchte. Doch das Interesse galt ganz anderen Fragen.
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FrankfurtDer Konzernabend steht unter dem Motto „Driving Diversity“ und Volkswagen-Chef Martin Winterkorn wird nach der gut einstündigen Produktschau sagen: „Bei Volkswagen gibt es Vielfalt wie bei keinem zweiten Autobauer.“ Die Bandbreite seiner Palette hat der Konzern noch ausgeweitet mit dem Auto, das er ganz zu Beginn des Abends den fast 2.500 Gästen präsentiert: dem VW Up. 3,54 Meter lang und 1,64 Meter breit ist der Kleinstwagen mit vier vollwertigen Sitzen, der zu einem der Stars dieser Messe werden soll. Gleich zehn Exemplare fahren im Kunstnebel kreuz und quer über die Bühne der Frankfurter Ballsporthalle. In einem Video-Einspielfilm spricht VW-Chefdesigner Walter de Silva von einem „Auto für wirklich jedermann, einem echten Volkswagen“.

Zumindest vom Einstiegspreis her hat er recht. Der wird in Deutschland bei 9.850 Euro liegen, wie Chefentwickler Ulrich Hackenberg ankündigt. Messen muss er sich also mit dem Renault Twingo, dem Peugeot 107, dem Toyota Aygo oder dem Hyundai i10. Mit dem Lupo und dem Fox konnte sich Volkswagen in diesem Segment nicht nachhaltig durchsetzen. Mit dem Up soll sich das ändern. „Das ist ein richtiger Erfolgswagen“, beschwört Hackenberg. Mit verschiedenen Varianten und den Schwestermodellen von Konzernmarken wie Seat und Skoda will Volkswagen eines Tages 500.000 Kleinstwagen im Jahr verkaufen.

Wie vielfältig das Volkswagen-Reich ist, zeigen die Konzernmarken, die als nächstes an der Reihe sind: Bentley und Bugatti. Das britische Cabrio und der Flitzer mit eingearbeitetem Porzellan sprechen eine wesentlich betuchtere, sehr überschaubare Kundschaft an. Das gilt auch für den Supersportwagen von Lamborghini mit 570 PS.

Volksnäher sind da die Marken Skoda und Seat. Beide zeigen Konzeptfahrzeuge. Die tschechische Tochter präsentiert ihr Auto Mission L, das zwischen Fabia und Octavia angesiedelt ist. Tänzer in glänzenden Overalls mit Kapuzen und besetzt mit Leuchtdioden setzen das Modell in Szene. Die Aufgabe für Skoda ist klar: Die Marke soll neue Märkte erobern, sprich die Schwellenländer. Auch Audi führt eine Studie vor: den elektrisch angetriebenen A2.

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