IAA Frankfurt Merkel appelliert auf IAA an Autoindustrie

Zur Eröffnung der Automesse IAA hat Angela Merkel die Branche aufgefordert, verspieltes Vertrauen zurückzugewinnen. Bei ihrer Haltung zu Verbrennungsmotoren bleibt die Kanzlerin.
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„Autoindustrie muss Vertrauen so schnell wie möglich zurückgewinnen“

„Autoindustrie muss Vertrauen so schnell wie möglich zurückgewinnen“

FrankfurtDie durch den Dieselskandal in Verruf geratene Autoindustrie muss nach der Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Interesse des Wirtschaftsstandorts Deutschland ihre Reputation wiederherstellen. „Die Automobilindustrie muss das Vertrauen so schnell wie möglich zurückgewinnen“, sagte Merkel am Donnerstag in Frankfurt zur Eröffnung der Automesse IAA.

Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren war in den USA bekannt geworden, dass Volkswagen die Abgasreinigung von Millionen Dieselmotoren weltweit manipuliert hat. Das war der Ausgangspunkt des größten Betrugsskandals in der Geschichte der Branche.

Doch auch andere Hersteller nutzten gesetzliche Regelunglücken in der EU nach den Worten Merkels exzessiv, um die Abgasreinigung von Dieselautos zu drosseln. „Auch wenn es nur einige Unternehmen betrifft, ist doch viel Vertrauen zerstört worden“, sagte sie. Nun müssten sich neben den deutschen auch die ausländischen Hersteller daran beteiligen, durch die Nachrüstung von Dieselmotoren die Luft sauberer zu machen. Die Regierungschefin wandte sich allerdings gegen eine Verdammung der Dieseltechnologie.

„Es geht kein Weg daran vorbei, dass wir auf Jahrzehnte noch Verbrennungsmotoren brauchen und gleichzeitig in neue Antriebstechnologie investieren“, sagte Merkel. Das laute Nachdenken über ein Ende von Verbrennungsmotoren in China müsse die deutschen Exporteure allerdings aufhorchen lassen.

Welche Neuheiten die Auto-Fans nach Frankfurt locken
Alpina
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Wenn auch kein wirklich neues Auto, sorgt der Alpina D5 S zumindest längsdynamisch für einen neuen Höhepunkt: Eine Kraftkur kitzelt aus dem Dreiliter-Biturbo-Sechszylinderdiesel des BMW 5er nämlich 285 kW/388 PS, was eine Sprintzeit von 4,4 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 286 km/h erlaubt. Ab 88.000 Euro starten die Preise für den damit schnellsten Diesel der Welt.

AMG
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Auf der IAA wird Mercedes-Tochter AMG ihr langerwartetes Hypercar vorstellen. Der Supersportwagen mit Formel-1-Technik soll allerdings erst 2019 auf den Markt kommen. Als Antrieb dient dem bislang „Project One“ getauften Boliden ein nur 1,6 Liter großer V6-Motor, wie er auch in der Formel 1 genutzt wird. Dazu gesellen sich drei E-Motoren, die verschiedene Antriebskonfigurationen erlauben. Wenn alle Triebwerke volle Kraft geben, wird die Leistung über 1.000 PS liegen. Maximal 300 Einheiten des rund 2,5 bis 3 Millionen Euro teuren Supersportwagens sollen gebaut werden.

Audi
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Die vierte Generation des Audi A8 ist eine Machtdemonstration deutscher Autobaukunst. So dringt das Flaggschiff der Ingolstädter in neue Sphären autonomer Fahrkünste vor: Bis 60 km/h kann die Oberklasse-Limousine vollautomatisch fahren und auf Knopfdruck selber einparken. Zudem gibt es ein 48-Volt-Bordnetz, über 40 Assistenten, ein neues Hightech-Fahrwerk sowie ein Bedienkonzept mit vielen Displays und wenig Knöpfen. Bei den Motoren bleibt der A8 weitgehend konventionell. Ein prestigereicher W12 wird wieder zu haben sein, aber auch ein Plug-in-Hybridantrieb mit 50 Kilometer rein elektrischer Reichweite.

Bentley
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Für die britische Luxusmarke ist der Continental GT das Volumenmodell. Seit 2003 ist der Zweitürer im Programm. 2011 gab es eine intensive Überarbeitung, die auch als zweite Generation bezeichnet wird. Nächstes Jahr ist eine echte Neuauflage fällig, die sich erstmals auf der IAA zeigt. Unter anderem hat der GT gleich 200 Kilogramm abgespeckt, während die Leistung der W12-Version auf 635 PS gestiegen ist, was eine Sprintzeit in unter vier Sekunden und maximal 330 km/h erlaubt. Zu den Innovationen gehören reichlich neue Assistenzsysteme, riesige Displays im Innenraum und ein 48-Volt-Bordnetz. Darüber hinaus zeigt die VW-Tochter noch den Flying Spur V8 in einer sportlich akzentuierten Version namens „S Black Edition“.

BMW
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Angesichts des SUV-Booms dürfte BMWs wichtigste IAA-Neuheit die dritte Generation des X3 sein. Diese kommt weitgehend konventionell vorgefahren, gibt sich allerdings schnittiger, leichter und aerodynamischer als bisher. Der Innenraum bietet viel Komfort, einen 10,2 Zoll großen Touchscreen sowie einen von 550 auf 1.600 Liter erweiterbaren Kofferraum. Das Motorenangebot umfasst Benziner und Diesel mit einem Leistungsspektrum von 184 bis 360 PS.

BMW
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Mit dem X2 erweitern die Münchener die X-Familie zudem um eine Lifestyle-Variante des X1. Das Kompakt-SUV wird als Sports Activity Coupé bezeichnet, hat allerdings, das deuten erste Erlkönigbilder an, keinen stark coupéhaft akzentuierten Dachverlauf wie X4 oder X6. Technisch dürfte die neue Baureihe eng mit dem X1 verwandt sein. Dieser bietet Diesel und Benziner mit drei und vier Zylindern mit einem Leistungsspektrum von 100 kW/136 PS bis 170 kW/231 PS...

BMW
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Schließlich rundet BMW die X-Familie um den Sechssitzer X7 nach oben ab. Das Dickschiff wird sich auf der IAA als seriennahe Studie mit mächtiger Kühlergrill-Niere und neuem Cockpit-Design präsentieren

  • rtr
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