„Ich stehe fest zu Seat“
Audi-Chef kündigt Neuausrichtung von Seat an

Martin Winterkorn will binnen weniger Wochen grundlegende Entscheidungen über die spanische Tochter treffen. Eine Absage erteilte er zugleich Ideen von Investoren, Audi aus dem VW-Konzern herauszulösen und separat an die Börse zu bringen.

HB MÜCHEN. „Wir werden in Kürze, das heißt schon in wenigen Wochen, grundlegende Entscheidungen über die Zukunft von Seat treffen“, sagte der Vorstandschef der VW-Tochter Audi, Martin Winterkorn, der „Süddeutschen Zeitung“. „Es wird keine gravierenden Einschnitte geben, aber eine Neuausrichtung“, erklärte er. Wie diese aussehen könnte, sagte Winterkorn nicht.

Seat ist der Markengruppe um Audi zugeordnet und sollte das sportliche Image von Audi auf billigere Modelle übertragen. In einem Magazinbericht waren zuletzt Zweifel an der Zukunft des spanischen Autoherstellers im Konzern geschürt worden, da die Marke unter einem schwachen Exportabsatz leidet. VW erklärte aber, es gebe keine Pläne, die Marke oder das Werk im spanischen Martorell aufzugeben. „Ich stehe fest zu Seat“, bekräftigte auch Winterkorn. Seat verhandelt mit der Belegschaft über drastische Einsparungen in dem Werk, in dem Seat zufolge 800 Mitarbeiter zu viel arbeiten. Die VW-Tochter hat vorgeschlagen, die Arbeitszeit und entsprechend die Löhne zu kürzen.

Eine Absage erteilte Winterkorn auch Ideen von Investoren, Audi aus dem VW-Konzern herauszulösen und separat an die Börse zu bringen. „Es gibt viele Synergien. Eine Abspaltung würde uns gar nichts bringen, sondern viel eher einen Schaden anrichten“, sagte der Audi-Chef, der auch im VW-Konzernvorstand sitzt.

Der Ingolstädter Autobauer will in diesem Jahr bis zu 840 000 Autos verkaufen. „Irgendwo zwischen 800 000 und dieser höheren Zahl werden wir liegen“, präzisierte Winterkorn seine Erwartungen. Damit steuert Audi auf den zwölften Verkaufsrekord in Folge zu, bis 2008 soll die Schwelle von einer Million Autos erreicht werden.

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