IG Bau: Gespräche konstruktiver
Bau-Tarifgespräche erneut vertagt

HB BERLIN. Die Tarifverhandlungen im deutschen Baugewerbe sind in der Nacht zum Samstag in Wiesbaden erneut ergebnislos vertagt worden. Die Gewerkschaft IG Bau sagte trotz der Vertagung, die Gespräche seien konstruktiver geworden. Als neuer Termin wurde der 25. April vereinbart. Dieser sei unter dem Aspekt vereinbart worden, zu einem Ergebnis zu kommen, hieß es von der IG Bau weiter.

Als Verhandlungsort wurde wieder Wiesbaden gewählt. Strittig ist bislang eine Öffnungsklausel zu einer Arbeitszeitverlängerung: Die Arbeitgeber verlangen die Möglichkeit, die wöchentliche Arbeitszeit möglichst ohne Lohnausgleich von 39 auf 42 Stunden zu verlängern. Die Gewerkschaft hat dies bisher abgelehnt. Sie hält in bestimmten Fällen Haustarife für möglich, für die sie aber ein Mitspracherecht verlangt.

Der Vorsitzende der IG Bau, Klaus Wiesehügel, hatte sich schon vor Beginn der Verhandlungen pessimistisch gezeigt. «Es sieht nicht sehr gut aus», sagte er am Freitag in einem Interview mit dem Südwestrundfunk zur Frage nach Einigungsmöglichkeiten. «Die sind jetzt auf dem Trip: Wir kriegen jetzt alles und seid froh, wenn wir nicht noch mehr entlassen - und das ist dann die Arbeitsplatzkomponente.»

Die IG Bau hatte am Freitag zu Beginn der Verhandlungen ein neues Angebot vorgelegt, nannte aber keine Einzelheiten. Die Gewerkschaft strebt vor allem eine Beschäftigungssicherung der Bau-Mitarbeiter an. Dafür hatte sie in der Tarifrunde 2004 auf Lohnforderungen verzichtet.

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