Industrie
IG Metall-Chef Peters greift Ministerpräsident Wulff an

In der VW-Korruptionsaffäre hat IG Metall- Chef Jürgen Peters scharfe Kritik an Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) geäußert. Versuche Wulffs, VW-Personalvorstand Peter Hartz öffentlich zu beschädigen, seien „durchsichtig“, sagte Peters am Montag in Frankfurt/Main.

HB FRANKFURT. „Wenn Herr Wulff über Erkenntnisse verfügt, die einen Angriff auf ein Vorstandsmitglied des Unternehmens rechtfertigen, dann ist es seine Pflicht, diese in einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung auf den Tisch zu legen“, sagte Peters, zugleich stellvertretender VW-Aufsichtsratsvorsitzender. So entstehe jedoch der Eindruck, dass es Wulff nicht allein um Aufklärung gehe, sondern darum, das deutsche Mitbestimmungsmodell zu diskreditieren.

Wulff hatte am Sonntag angesichts von Medienspekulationen über eine mögliche Verwicklung von Hartz in die Affäre betont, es gebe für den VW-Personalvorstand und für andere keinen „Persilschein“. Das Land Niedersachsen ist größter Anteilseigner von VW, Wulff und Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) sitzen im Aufsichtsrat des Autobauers.

Hartz - Mitverfasser der umstrittenen Arbeitsmarktreformen der rot-grünen Bundesregierung - gilt zusammen mit dem vergangene Woche zurückgetretenen Gesamtbetriebsratschef Klaus Volkert als Garant für die traditionell enge Zusammenarbeit zwischen Management und Gewerkschaft im VW- Konzern.

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