IG Metall droht mit Streik
Tarifverhandlungen spitzen sich zu

Heute Nachmittag startet die zweite Runde der Tarifverhandlungen im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie. Ob Südwestmetall-Chef Jan Stefan Roell dort ein Angebot für die mehr als 800 000 Beschäftigten in Baden-Württemberg vorlegen wird, ist ungewiss. Die IG Metall droht mit Warnstreiks, wenn die Arbeitgeber kein Angebot vorlegen.

HB DÜSSELDORF. Protestaktionen Anfang November seien in diesem Fall „nicht zu verhindern“, sagte IG Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann vor Beginn der zweiten Verhandlungsrunde in Sindelfingen (Kreis Böblingen). Die Friedenspflicht in der Branche mit bundesweit 3,6 Millionen Beschäftigten endet am 31. Oktober. In der Nacht zum 1. November ist mit ersten Warnstreiks zu rechnen, die sich dann schnell zuspitzen könnten.

Zuvor ist im einflussreichen Bezirk Baden-Württemberg, der auch in diesem Jahr eine Schlüsselrolle spielen könnte, zwar am 30. Oktober ein weiteres Treffen geplant. Wenn die Arbeitgeber dort ein Angebot vorlegten, „kann es da aber noch kein Ergebnis geben“, sagte Hofmann. Er rechne zudem nicht damit, dass es einen Vorschlag geben werde, der der Forderung der IG Metall entgegenkomme. „Ich bin eher skeptisch, dass die Vernunft siegt.“ Die Gewerkschaft hat mit acht Prozent mehr Entgelt bei zwölf Monaten Laufzeit die höchste Forderung seit 16 Jahren aufgestellt.

Hofmann hatte gedroht, wenn es in der zweiten Runde kein Angebot gebe, würden die Arbeitgeber „einen massiven Konflikt provozieren und in Kauf nehmen.“ Die Friedenspflicht endet bundesweit am 31. Oktober. In der Nacht zum 1. November ist bereits mit ersten Warnstreiks zu rechnen, die sich dann in der ersten Novemberwoche zuspitzen könnten. Die dritte Verhandlungsrunde in Baden-Württemberg ist für den 30. Oktober in Fellbach geplant.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%