IG Metall
Electrolux-Image vom Streik ramponiert

Rund vier Monate nach dem Ende des AEG- Streiks ist das Image des schwedischen Mutterkonzerns Electrolux nach Ansicht der IG Metall noch immer ramponiert. Der Konzern hat nach den Streiks bei Hausgeräten fünf Prozent Marktanteil eingebüßt.

HB NÜRNBERG. „Die verheerende Wirkung des Schließungsbeschlusses und des daraus resultierenden Streiks wird erst jetzt voll sichtbar“, sagte der Nürnberger IG-Metall-Vize und AEG-Beauftragte der Gewerkschaft, Jürgen Wechsler, am Freitagabend bei einem „Sommerstreikfest“ der AEG-Belegschaft.

Das Management habe bei der letzten Aufsichtsratssitzung einräumen müssen, dass der Konzern bei Hausgeräten fünf Prozent Marktanteil eingebüßt hat; ursprünglich habe die Konzernleitung mit dem Verlust von nur einem Prozent gerechnet. Der entsprechende Umsatz sei um 34 Prozent eingebrochen. „Noch immer werden Produkte von Electrolux boykottiert“, sagte Wechsler.

Obwohl die Schließung des Werkes letztlich nicht habe verhindert werden können und am Freitag die ersten 131 der insgesamt 1700 Mitarbeiter ausgeschieden seien, sei der erzwungene Sozialtarifvertrag als deutliche Warnung zu verstehen: „Unser Arbeitskampf ist ein nachhaltiges Signal an alle Unternehmen, von der Schließung profitabler Werke Abstand zu nehmen.“

Auf dem Solidaritätskonto der Gewerkschaft sei die „Rekordsumme“ von 117 000 Euro eingegangen. Dieses Geld werde zur Abfederung der aus dem Streik entstandenen Härten unter allen Streikteilnehmern aufgeteilt.

Electrolux hatte im Dezember 2005 angekündigt, das traditionsreiche AEG-Hausgerätewerk in Nürnberg zu schließen. Von dem Beschluss hatte sich die Konzernleitung auch nicht durch den 46- tägigen Arbeitskampf zwischen dem 20. Januar und dem 6. März 2006 abbringen lassen.

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