IG Metall fordert Ende der kostenlosen Mehrarbeit
Siemens droht Streit mit Telefonsparte-Belegschaft

dpa-afx MÜNCHEN. In der Kommunikationssparte von Siemens kündigt sich eine Auseinandersetzung mit der Belegschaft an. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, verlangen die 1 800 Mitarbeiter der Fabrik für schnurlose Telefone in Bochholt zum 1. Juli 2006 ein Ende der unbezahlten Mehrarbeit. IG-Metall-Verhandlungsführer Heinz Cholewa sagte dem Magazin: "Wir fordern eine Rückkehr von der 40- zur 35-Stunden- Woche sowie die Auszahlung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld."

Gewerkschafter und Betriebsräte hatten vergangenes Wochenende die Linie für die Gespräche mit dem Management festgelegt, die am Mittwoch in Düsseldorf fortgesetzt werden. "Die Mitarbeiter haben zwei Jahre auf zwölf bis 30 Prozent des Gehalts verzichtet. Das ist genug", sagte Cholewa. Ende Juni läuft der Ergänzungstarifvertrag aus dem Jahre 2004 aus. Damals hatten die Beschäftigten der Siemenssparte - zu der noch die inzwischen verkauften Handywerke gehörten - auf Lohn verzichtet, um das kriselnde Telefongeschäft zu retten.

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