IG Metall fordert mehr Lohn und Gehalt
Tausende Stahlarbeiter legen Arbeit nieder

Im Tarifkonflikt der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben am Montag Tausende Beschäftigte ihre Arbeit vorübergehend niedergelegt.

HB DÜSSELDORF. Im Tarifkonflikt der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben am Montag Tausende Beschäftigte ihre Arbeit vorübergehend niedergelegt. Betroffen von den Warnstreiks waren unter anderem Betriebe in Remscheid und Witten, wie ein Sprecher der IG Metall in Düsseldorf mitteilte.

Zu einer Kundgebung in Bochum wurden am Mittag über 2 000 Beschäftigte aus den sieben Bochumer Stahlwerken erwartet. Mit den erneuten Arbeitsniederlegungen will die Gewerkschaft vor der vierten Verhandlungsrunde am Dienstag (19. Februar) weiteren Druck auf die Arbeitgeber ausüben.

In der dritten Gesprächsrunde am vergangenen Dienstag hatten die Arbeitgebervertreter erstmals ein Angebot vorgelegt, in dem sie Einkommenserhöhungen um 3,5 Prozent bei einer Tarifvertragslaufzeit von 16 Monaten vorschlugen.

Die IG Metall hingegen fordert 8 Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie eine höhere Ausbildungsvergütung und kürzere Arbeitszeiten für ältere Beschäftigte. Außerdem soll der Tarifvertrag nach ihrem Willen nur zwölf Monate gültig sein.

Sollte auch die vierte Verhandlungsrunde scheitern, droht eine Eskalation im Tarifstreit. Die IG Metall kündigte für den Fall bereits Urabstimmungen und eine Ausweitung der Streiks an.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%