IG Metall gegen längere Arbeitszeit
MAN dementiert Standortverlagerung

Der Lastwagen- und Maschinenbauer MAN hat einen Bericht zurückgewiesen, wonach rund 7 000 Arbeitsplätze von Stellenverlagerungen oder Zulieferungen aus Billiglohnländern bedroht seien. „Die Zahlen sind aus der Luft gegriffen“, sagte ein Konzernsprecher am Dienstag in München.

HB MÜNCHEN. Es handele sich um reine Spekulationen, die nicht auf Angaben des Unternehmens beruhten. Der Berliner „Tagesspiegel“ hatte am Dienstag unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, MAN prüfe Standortverlagerungen und die verstärkte Zulieferung aus Polen und China, falls es bei den Verhandlungen mit der Belegschaft über eine Ausweitung der Arbeitszeit nicht zu einer Lösung komme. Gefährdet seien 7 000 Arbeitsplätze, berichtete die Zeitung.

MAN fordert seit längerem eine Ausweitung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich an mehreren Standorten, um wie Siemens die Produktivität deutscher und ausländischer Standorte anzugleichen. Im Zentrum stehen dabei Werke in Augsburg und Offenbach. Einen Zeitrahmen hatte weder das Unternehmen noch die Arbeitnehmervertreter genannt. Der Konzern hatte immer betont, Alternativen zu prüfen, falls die Produktivität an einigen Standorten nicht steige. Konkrete Pläne zum Stellenabbau hatte MAN aber nicht bekannt gemacht.

Die IG Metall bekräftigte unterdessen ihren strikten Widerstand gegen eine Ausweitung der Arbeitszeit bei MAN. Die wöchentlichen Attacken von MAN-Chef Rudolf Rupprecht seien völlig unverständlich, teilte die Gewerkschaft mit. Offenbar versuche dieser, seinen Rückzug als Vorstandschef den Aktionären „mit saftigen Einbußen bei den Belegschaften zu versüßen.“ Aus Sicht der Betriebsräte und der IG Metall sei aber angesichts guter Auftragslage nicht an die 40-Stunden-Woche zu denken.

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