Im Handy-Geschäft auf zehn Prozent
BenQ will Marktanteil verdoppeln

Der Elektronikproduzent BenQ will seinen Marktanteil im Handy-Geschäft auf zehn Prozent verdoppeln. Dies berichtete gestern die Taiwaner Zeitung „Commercial Times“ und berief sich dabei auf Sheaffer Lee, den Chef des Unternehmens. Wann BenQ dieses Ziel erreichen will ist jedoch nicht bekannt. Die Firma aus Taiwan hat zum 1. Oktober die hoch defizitäre Mobilfunksparte von Siemens übernommen.

jojo MÜNCHEN. Zusammen mit den Siemens-Handys kommt BenQ momentan auf einen Marktanteil von etwas mehr als fünf Prozent und liegt damit weltweit auf Rang sechs. Kommendes Jahr wollen die Asiaten allerdings bereits auf Platz vier der größten Handyproduzenten vorstoßen. Dazu müssen sie die Wettbewerber LG und Sony Ericsson überholen und nach derzeitigem Stand mehr als 6,5 Prozent Marktanteil erzielen.

Zuletzt waren die Absatzzahlen von Siemens tief in den Keller gerutscht. Im zweiten Quartal verkaufte der Technologiekonzern nur noch knapp neun Millionen Handys, fast zwei Millionen weniger als im selben Zeitraum des Vorjahrs. Auch BenQs Handygeschäft kam unter Druck, weil Kunden ihre Aufträge zurück zogen. Vor der Siemens-Übernahme waren die Asiaten vor allem als Lieferant für andere große Markenhersteller tätig gewesen. Nachdem klar war, dass BenQ nun selbst in großem Stil und unter eigenem Namen auf den Markt dränge würde, vergaben die Wettbewerber die Produktion an andere Firmen. BenQ bekommt von Siemens rund 250 Mill. Euro für die Übernahme.

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