Im Januar weniger verkauft
Volkswagen-Absatz bricht um 21 Prozent ein

Der weltweite Absatz des Volkswagenkonzerns ist im Januar um 21,3 Prozent auf 382 000 Fahrzeuge eingebrochen. Das teilte der größte europäische Autobauer am Mittwoch in Wolfsburg mit. Nach VW-Angaben ging der Weltmarkt um 24,1 Prozent zurück.

HB WOLFSBURG. "Die weltweiten Auslieferungen des Konzerns und der Kernmarke Volkswagen haben sich auch im Januar vergleichsweise besser entwickelt als die des Wettbewerbs. In wichtigen Märkten konnten wir außerdem unsere Marktanteile weiter ausbauen", sagte Konzernvertriebschef Detlef Wittig laut Mitteilung. Die Hauptmarke VW verlor 14,1 Prozent Absatz.

In Deutschland lieferten die Marken des Konzerns im Januar 53 300 Fahrzeuge aus, ein Minus von 17,7 Prozent. Die Marke Volkswagen verkaufte im Heimatmarkt 29 500 Autos, 12,8 Prozent weniger. "Die Akzeptanz der Umweltprämie führt seit Januar in Deutschland besonders bei Klein- und Kompaktwagen wie Fox, Polo, Golf, Seat Ibiza und Skoda Fabia zu einem deutlichen Nachfrageschub. Hier liegen die Auslieferungen jeweils über dem Niveau des Vorjahres", sagte Wittig.

Auch BMW musste im Januar einen weltweiten Absatzrückgang von gut 24 Prozent auf 70 400 Wagen verkraften. Im prestigeträchtigen Rennen der Oberklassemarken behielt die Kernmarke BMW trotz eines Rückgangs um 22 Prozent auf 60 200 Einheiten aber die Nase vorn. Konkurrent Daimler lieferte in den ersten vier Wochen des Jahres 62 200 Wagen seiner Marken Mercedes-Benz, Smart und Maybach aus - rund 31 Prozent weniger als vor einem Jahr. Von der Nobelmarke Mercedes wurden rund um den Globus aber nur 53 900 Autos verkauft und damit mehr als ein Drittel weniger.

Bei BMW machte sich im Januar die Absatzkrise vor allem bei der bislang von Einbrüchen weitgehend verschont gebliebenen Kleinwagenmarke Mini bemerkbar. Für 2008 solle das Konzernergebnis aber deutlich positiv ausfallen, versicherte BMW. Nachdem der Hersteller seine Gewinnziele im vergangenen Jahr mehrfach zusammengestrichen hatte, löste diese Aussage an der Börse einen Anstieg um fast zehn Prozent auf mehr als 21 Euro aus.

Ein Hoffnungsschimmer für den deutschen Automarkt ist die Abwrackprämie für alte Autos. Das Geschäft von Volkswagen hat die Prämie nach Angaben von Konzernchef Martin Winterkorn spürbar belebt. In den vergangenen Tagen hätten die Auftragseingänge von Europas größtem Autobauer um den Faktor drei bis vier über dem sonst üblichen Volumen gelegen, sagte Winterkorn dem Magazin "Wirtschaftswoche".

Demnach mussten deshalb vom Kleinwagen Polo bereits 40 000 Exemplare mehr als ursprünglich geplant produziert werden, und die ursprünglich vereinbarte Kurzarbeit im VW-Werk im spanischen Pamplona wurde abgesagt. Positive Effekte habe es auch im Geschäft mit dem neuen Golf, dem Scirocco und dem Passat gegeben.

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