Im Quartal operativ deutlich mehr verdient - Schwächeres Geschäft mit Flüssigkristallen
Mercks Investitionen zahlen sich aus

Der Darmstädter Pharmakonzern Merck hat sein Wachstum im dritten Quartal trotz eines schwächeren Geschäfts mit Flüssigkristallen fortgesetzt.

HB DARMSTADT. Von Juli bis September steigerte der Konzern den Umsatz - ohne die verkaufte Laborsparte VWR - um 7,2 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro, berichtete der Vorsitzende der Geschäftsführung, Bernhard Scheuble, am Mittwoch in Darmstadt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern erhöhte sich um 40,7 Prozent auf 212 Millionen Euro, der Überschuss kletterte um 43 Prozent auf 115,6 Millionen Euro.

„Die Investitionen in Pharmaforschung und Entwicklung beginnen sich auszuzahlen“, sagte Scheuble. So habe das neue Krebstherapeutikum Erbitux im dritten Quartal schon 25 Millionen Euro zum Umsatz beigetragen. Damit werde es die ursprüngliche Erwartung von bis zu 50 Millionen Euro Jahresumsatz mühelos übertreffen. Ende Juni war das Medikament für die Behandlung von fortgeschrittenem Darmkrebs in der EU zugelassen worden. Im Pharmabereich stieg der Umsatz insgesamt um 6,7 Prozent auf 889 Millionen Euro. Bei Generika verzeichnete Merck dagegen in den Schlüsselmärkten Deutschland, Großbritannien und Skandinavien nur ein schwaches Wachstum.

Im Chemiebereich musste Merck beim Geschäft mit Flüssigkristallen, die etwa bei Handy-Displays, Computer- und Fernsehbildschirmen eingesetzt werden, vor allem in Taiwan Rückgänge hinnehmen. Zudem schmälerten Währungseffekte den Umsatz. Im dritten Quartal legte der Umsatz in dieser Sparte zwar um 18,3 Prozent auf 142 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr zu; in den beiden Vorquartalen hatte es aber noch Wachstumsraten von mehr als 60 Prozent gegeben. Der Umsatz der Flüssigkristalle werde sich entsprechend der prognostizierten jährlichen Wachstumsrate für Bildschirmflächen von mindestens 30 Prozent entwickeln.

In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz von Merck - ohne VWR - um 7,5 Prozent auf 4 Milliarden Euro. Die Pharmasparte verzeichnete ein Plus von 3,8 Prozent (2,6 Milliarden Euro), das Chemiegeschäft legte um 15 Prozent zu (1,44 Milliarden Euro). Der Überschuss erhöhte sich um 136,2 Prozent auf 577 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwartet Merck weiterhin - unter anderem wegen der Erlöse des VWR- Verkaufs und der besseren Steuerquote - eine Steigerung von mehr als 150 Prozent beim Ergebnis nach Steuern.

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