Imagedefizit in den USA
Audi setzt sich hohe Ziele

Die Volkswagen-Tochter Audi richtet sich darauf ein, auch in Zukunft das Zugpferd im Konzern spielen zu müssen. „Wir wollen deutlich über der Kapitalrendite des Konzerns liegen“, sagte Audi-Finanzchef Rupert Stadler dem Handelsblatt.

HB INGOLSTADT. Während der Konzern insgesamt im vergangenen Jahr mit einer Kapitalrendite nahe der Nulllinie operierte, kommt Audi seinen selbst gesteckten Zielen immer näher. „Mittelfristig soll die Kapitalrendite über zehn Prozent liegen, die nächste Etappe sind neun Prozent“, sagte der Audi-Manager. Analysten wie Albrecht Denninghoff von der Hypo-Vereinsbank bestätigen Audi einen „exzellenten Lauf“. Seiner Meinung nach könnte jedoch der harte Wettbewerb eine weitere Steigerung der Margen schwierig machen.

VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch hat für die gesamte Gruppe das Ziel von acht Prozent ausgegeben, sich davon zuletzt aber immer weiter entfernt. Die Gewinne der Ingolstädter Premiummarke haben schon in den vergangenen beiden Jahren maßgeblich dazu beigetragen, dass die Verluste der Stammmarke VW den Konzern nicht in die roten Zahlen drückten. 1,2 Mrd. Euro hat Audi im vergangenen Geschäftsjahr nach Wolfsburg gemeldet. Damit lieferten die Ingolstädter mehr als die Hälfte des Ertrags, obwohl sie nur ein Sechstel des Absatzes stellen.

Dieses Jahr soll es noch mehr sein, denn der Absatz läuft gut. Mit über 820 000 ausgelieferten Autos steuert Audi erneut auf ein Rekordjahr zu. Und das Management um Martin Winterkorn macht weiter Tempo. Ab 2008 sollen jährlich über eine Million Autos verkauft werden. Dazu sollen vor allem neue Modelle beitragen. Erst Anfang Dezember hat der Aufsichtsrat dafür bis 2010 die Investitionen von 1,5 auf zwei Mrd. Euro pro Jahr erhöht. Drei Viertel der Mittel sollen nach den Worten Stadlers in neue Produkte fließen.

Den Auftakt macht der neue Geländewagen Q7, der im Februar in Deutschland zu den Händlern kommt. Obwohl die Verkäufe der superschweren SUVs wegen der hohen Spritpreise eingebrochen sind und sich Analysten skeptisch zeigen, herrscht in Ingolstadt Optimismus. „Wir wollen 50 000 bis 60 000 im ersten vollen Verkaufsjahr absetzen, 25 000 davon in den USA“, sagt Audi-Finanzchef Stadler dazu.

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