Immobilien-Pleite: Immobilienkonzern Level One pleite

Immobilien-Pleite
Immobilienkonzern Level One pleite

„Die Verwaltung der Immobilien, die zuvor durch fehlende Mittel zusammengebrochen war, bringen wir gegenwärtig wieder in geordnete Bahnen und bitten die Mieter der 20 000 Wohnungen deshalb um etwas Geduld“, sagte Rattunde. Die Mietverträge blieben unverändert bestehen.

HB BERLIN. Das teilte Insolvenzverwalter Rolf Rattunde am Mittwoch in Berlin mit. In den vergangenen Wochen seien beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg bereits 38 Insolvenzverfahren über Gesellschaften des Konzerns eröffnet worden. Betroffen seien neben den rund 20 000 Wohnungen auch 500 Gewerbeobjekte, vor allem in Berlin und Ostdeutschland. Rattunde sprach von einer der größten Immobilienpleiten in Deutschland. In Absprache mit den Banken sei die Versorgung der Mietobjekte mit Strom und Wasser vorerst sichergestellt.

„Die Verwaltung der Immobilien, die zuvor durch fehlende Mittel zusammengebrochen war, bringen wir gegenwärtig wieder in geordnete Bahnen und bitten die Mieter der 20 000 Wohnungen deshalb um etwas Geduld“, sagte Rattunde. Die Mietverträge blieben unverändert bestehen.

Der Immobilienkonzern sei ein in nur drei Jahren entstandener Firmenzusammenschluss, der unter anderem dem Immobilienunternehmer Cevdet Caner in London und Monaco gehört.

Die betroffenen deutschen Objektgesellschaften gehören rechtlich Zwischenholdings mit Sitz im britischen Jersey. Über das Vermögen der zentralen Holding, die wiederum Gesellschafterin dieser Zwischenholdings ist, sei bereits im September in London ein Insolvenzverfahren nach englischem Recht eröffnet worden.

Ursache der Pleite war das Platzen der Spekulationsblase am Immobilienmarkt. Das Unternehmen habe im Zuge der Krise die Investitionen für die eingekaufte Wohnungen - vor allem Plattenbauten – nicht finanzieren können. Bei vielen Objekten bestehe zum Teil sogar hoher Renovierungsbedarf. So wurden beispielsweise im Vorfeld der Insolvenz größere Vorhaben abgebrochen.

Laut Rattunde wurden aber die dringendsten Reparaturen jetzt wieder in Angriff genommen und „beispielsweise Störungen von Fahrstühlen behoben oder Baugerüste gesichert“.

Zu den Gläubigern von Level One gehören unter anderem die Credit Suisse International, JP Morgan sowie die Royal Bank of Scotland (RBS).

Die genaue Höhe der Schäden kann laut Rattunde erst nach der Verwertung der Immobilien festgestellt werden. In den kommenden Wochen sei mit der Eröffnung weiterer Insolvenzverfahren zu rechnen. Für Mitte März sind die Gläubigerversammlungen in den eröffneten Verfahren geplant.

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