Immobilienpaket geht an Fonds
Thyssen-Krupp verkauft seine Zentrale

Der Stahlkonzern Thyssen-Krupp hat sich mit dem Verkauf dutzender Immobilien – darunter der Düsseldorfer Zentrale – das nötige Geld für einen Neubau beschafft. Im benachbarten Essen entsteht Großes.

HB/gil DÜSSELDORF. Es handele sich um insgesamt 25 Immoblien, teilte das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mit. Käufer ist ein Konsortium, an dem auch ein von der Deutschen Bank verwalteter Immobilienfonds beteiligt ist. Zum Kaufpreis wollte ein Sprecher auf Nachfrage keine Angaben machen. Eine mit der Situation vertraute Person sagte, der Preis liege „in einem dreistelligen Millionen-Euro-Bereich“.

Bei den Immoblien handelt es sich vor allem um Bürogebäude und andere Gewerbeimmobilien mit Schwepunkt im Rhein-Ruhr-Gebiet. Neben der Konzernzentrale – dem so genannten Dreischeibenhaus – ist auch das ehemalige Verwaltungsgebäude der Tochter Thyssen-Krupp Automotive in Bochum darunter.

Der Mischkonzern hatte Anfang März 2006 beschlossen, in Essen eine völlig neue Hauptverwaltung zu bauen und dafür die Konzernholding in der Düsseldorfer Innenstadt und die Zentralen von fünf der sechs Konzernsparten aufzugeben und zu verkaufen. Mit dem Verkauf dieser Immobilien sollen die Baukosten von geschätzten 200 Mill. Euro wieder hereinkommen. Lediglich die Führungsgesellschaft für die Sparte Stahl und Edelstahl bleibt in Duisburg.

Am Standort Essen sollen mehr als 2 000 Beschäftigten ihren Arbeitsplatz finden. Dies sind rund 200 weniger, als der Konzern bisher benötigt. Zusätzlich ergeben sich Einsparungen, weil weniger Fläche benötigt wird. Der erste Bauabschnitt in Essen soll Ende 2008 fertig gestellt werden und der zweite Bauabschnitt im Herbst 2010 beendet sein.

Auf einem Gelände von über 20 Hektar wird der Konzern nördlich der Innenstadt sowohl die neue Konzernverwaltung als auch weitere Bürogebäude bauen. Zusätzlich ist eine Thyssen-Krupp-Akademie und ein Konferenzzentrum für die rund 2 500 Führungskräfte des Unternehmens geplant. Außerdem lässt der Konzern auf dem Gelände ein Hotel bauen, wird es aber nicht selbst betreiben. Im zweiten Bauabschnitt werden die Führungsgesellschaften der Konzernsparten mit Ausnahme von Stahl und die operativen Einheiten nach Essen umziehen.

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