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26.09.2005 
Branche erwartet Absatzrückgang

Imperial Tobacco verlagert Produktion von Berlin gen Osten

von Gregory Lipinksi, Handelsblatt

Gareth Davis, Vorstandschef des britischen Tabakkonzerns Imperial Tobacco, baut den Konzern in Europa um. Sein Ziel: Den Ertrag verbessern. Aus diesem Grund soll die deutsche Tochtergesellschaft Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH mit Marken wie West und Davidoff, Teile ihrer Produktionskapazitäten nach Polen verlagern. Betroffen von der Maßnahme ist das Berliner Stammwerk. Rund 200 der 550 Stellen sollen dort gestrichen werden.

HAMBURG. Mit der Verlagerung will Imperial Tobacco in Deutschland jährlich rund 15 Millionen Euro einsparen. Dem gegenüber stehen allerdings einmalige Restrukturierungskosten von rund 45 Millionen Euro. In Deutschland hatte Imperial Tobacco bereits im vergangenen Jahr die Mitarbeiterzahl um 200 auf 2600 verringert – davon betroffen war zum Teil auch das Berliner Werk.

In Polen besitzt Imperial Tobacco ein Werk in Posen, das jährlich rund zehn Milliarden Zigaretten herstellt. Rund 250 Mitarbeiter produzieren dort für die zentral- und osteuropäischen Märkte die Marken West, R1, Maxim, Mars und Mocne.

Dass Vorstandschef Davis weiter auf die Kostenbremse tritt, ist verständlich: Erst vor wenigen Tagen hatte er bekannt gegeben, dass er die Ertragsprognose für das Geschäftsjahr 2004/05 (30. Sept.) trotz massiver Absatzprobleme auf dem britischen Markt einhalten will. So strebt er einen Vorsteuergewinn von 1,63 Milliarden Euro an. Am ersten November will der Konzernchef das endgültige Jahresergebnis bekannt geben.

Verantwortlich für die jetzige Schlankheitskur in Deutschland sind vor allem erhebliche Absatzeinbußen. Denn wie viele Konkurrenten leidet auch Reemtsma unter der erneut erhöhten Tabaksteuer. Anfang September wurde diese seit 2002 bereits zum fünften Mal in Folge angehoben.

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