0 Bewertungen
26.09.2005 

Für das kommende und das laufende Jahr rechnet auch Wolfgang Oberrecht, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Zigarettenindustrie (VDZ), mit Einbußen für die Branche. Für 2005 prognostiziert er, dass der Absatz auf 93 Milliarden Stück zurück gehen wird. Damit können die Unternehmen ihre Produktionskapazitäten nicht mehr auslasten. Um die Rendite zu halten, müssen sie weitere Stellen streichen. Die Branche beschäftigt derzeit rund 9 000 Mitarbeiter – vor drei Jahren waren es noch 12 000.

Aufgrund der Branchenkrise ist es fraglich, ob das Berliner Werk von Imperial Tobacco überleben wird. In Branchenkreisen heißt es, dass auch der verkündete Arbeitsplatzabbau nicht verhindern wird, dass das Werk mittelfristig auf der Kippe steht. Bereits acht Produktionsstandorte hat der Zigarettenhersteller seit Mai 2002 weltweit geschlossen – ein Trend, mit dem das Unternehmen nicht alleine da steht. Erst vor kurzem hatte der britische Konkurrent British American Tobacco (BAT) 275 Stellen in seinem einzigen deutschen Werk in Bayreuth gestrichen. Nun plant BAT (Lucky Strike, Gauloises Blondes) weitere Maßnahmen: In Firmenkreisen heißt es seit längerem, dass der Tabakmulti sein niederländisches Werk in Zevenaar schließen will, um die Produktion dann nach Bayreuth zu verlagern. Damit wolle BAT auf den Absatzrückgang in Deutschland reagieren. Ein BAT-Sprecher wollte dies bislang nicht kommentieren.

Auch der deutsche Marktführer Philip Morris (Marlboro) muss seine Absatzprobleme in den Griff bekommen, auf dem deutschen Markt schlanker werden. In Branchenkreisen heißt es seit längerem, dass das Unternehmen in seinen Werken in München und Dresden größere Stellenstreichungen plane. Eine Sprecherin weist dies bisher allerdings zurück. Derzeit beschäftigt Philip Morris bundesweit rund 3 000 Mitarbeiter.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne

Beiträge zum Thema

Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

weiterKöpfe

Hopp vs. Hoeneß: Duell der Polarisierer 

Im Bundesliga-Spitzenspiel messen sich heute Abend der FC Bayern München und Tabellenführer 1899 Hoffenheim. Es ist auch ein Duell Uli Hoeneß vs. Dietmar Hopp. Doch obwohl sie als Gegner aufeinander treffen, verbindet sie vieles. So haben beide eine erfolgreiche Beziehung zum Fußball, sind aber auch außerhalb des Stadions als Geschäftsmänner Siegertypen. Bildergalerie


Anzeige