Impfstoffhersteller
Intercell verringert Verlust

Für Intercell geht es langsam aufwärts: Nach einem dreistelligen Millionenverlust im vergangenen Jahr steht beim Impfstoffhersteller im ersten Quartal 2011 zwar immer noch ein Minus. Das ist aber kleiner, als erwartet.
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Wien

Der österreichische Impfstoffhersteller Intercell hat im ersten Quartal dank höherer Nachfrage nach Impfstoff gegen eine Tropenkrankheit den Verlust verringert. Von Januar bis März stand unter dem Strich ein Minus von 11,3 Millionen Euro nach einem Verlust von 14,7 Millionen im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Analysten hatten mit höheren Verlusten gerechnet. Der Umsatz stieg um knapp ein Fünftel auf 5,7 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr erwartet die Firma weiterhin einen Nettoverlust von 30 bis 40 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hatte Intercell wegen eines Fehlschlages bei einem Impfpflaster gegen Reisedurchfall einen Verlust von 255,2 Millionen Euro geschrieben. Zudem liefen 2010 die Verkäufe des Flaggschiffprodukts Ixiaro gegen die Tropenkrankheit Japanische Enzephalitis nur schleppend an. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen nun mit einer steigenden Nachfrage des US-Militärs - auch weil die Lagerbestände des bisher verwendeten Impfstoffs aufgebraucht seien.

Das Unternehmen musste zuletzt bei einem gemeinsamem Projekt mit dem US-Partner Merck & Co einen Rückschlag einstecken: Die beiden Firmen setzten überraschend eine klinische Studie aus, bei der ein Impfstoff gegen Antibiotika-resistente Infektionen getestet wurde. Die Intercell-Aktie brach daraufhin ein. Seit Jahresbeginn hat das Papier etwa die Hälfte an Wert verloren.

Mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen tritt der langjährige Vorstandsvorsitzende Gerd Zettelmeissel ab und übergibt das Zepter an Vorstandsmitglied Thomas Lingelbach.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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