Import ist auf dem Vormarsch
Verhaltene Aussichten für die Fahrradbranche

Die deutsche Fahrradbranche blickt verhalten in die Zukunft. Der Inlandsabsatz ist in den ersten fünf Monaten 2004 um 5,0 Prozent auf 2,115 Millionen Räder gesunken.

HB FRIEDRICHSHAFEN. Das sagte der Vorsitzende des Zweirad Groß- und Außenhandelsverbands, Manfred Neun, am Donnerstag in Friedrichshafen am Bodensee bei der Eröffnung der Fahrradmesse Eurobike. Mittelfristig rechnete er jedoch mit einem leichten Plus. Bis 2007 sei ein jährliches Marktwachstum von 1,7 Prozent zu erwarten. Nach dem Umsatzanstieg 2003, als sich der Absatz um rund 6,0 Prozent auf 4,9 Millionen Fahrräder erhöhte, mache sich seit Jahresbeginn die allgemeine Konsumflaute, verbunden mit nachteiliger Witterung, bemerkbar.

Bei der Messe zeigen 763 Direktaussteller und 165 zusätzlich vertretene Firmen aus 36 Ländern bis zu diesem Sonntag (5. September) Fahrräder aller Art vom Stadtfahrrad über Mountainbikes bis zu Rennrädern sowie Teile, Zubehör und Bikermode. Damit weist die Eurobike seit ihrem Start 1991 die größte Beteiligung auf. Rund zwei Drittel der Aussteller kommt aus dem Ausland. Vertreten sind auch 54 Rad-Reiseveranstalter aus neun Ländern. Der Urlaub im Zweiradsattel liegt weiterhin im Trend und hat das Image des Billig-Tourismus längst abgelegt. 2,25 Millionen Bundesbürger verbrachten im vergangenen Jahr einen mehrtägigen Urlaub mit dem Drahtesel.

Die ersten drei Messetage sind für Fachbesucher reserviert. Am Abschlusstag ist die Eurobike für das allgemeine Publikum geöffnet. Etwa die Hälfte aller in Deutschland verkauften Fahrräder stammt aus der Inlandsproduktion. Der Import ist aber auf dem Vormarsch und legte im vergangenen Jahr um 12 Prozent auf 2,2 Millionen Räder zu. Spitzenreiter unter den Lieferländern ist Polen, gefolgt von Taiwan und Litauen. Ebenfalls rund 50 Prozent aller Fahrräder werden im Fachhandel gekauft. Discounter haben einen Anteil von 43 Prozent, der Versandhandel von 5,0 Prozent.

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