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08.01.2009 
Autobauer

In der Slowakei stehen die Bänder still

Der Gas-Notstand in der Slowakei betrifft nicht nur die Menschen, auch Autobauer sind betroffen. Die ersten Werke mussten ihre Bänder stilllegen, weil das russische Gas nicht bei ihnen ankommt. Dort sind auch viele westeuropäische Autobauer vertreten.

HB BRATISLAVA. Für die Wirtschaft in der Slowakei haben sich am Donnerstag die Konsequenzen des russischen Gas-Lieferstopps aus der Ukraine verschärft. Die Automobilwerke von PSA Peugeot Citroen in Trnava und Kia Slovakia in Zilina gaben die Einstellung ihrer Produktion für Donnerstag und Freitag bekannt.

Der Verband der Chemischen Industrie warnte vor Dauerschäden an den technischen Anlagen von Industriebetrieben durch die vom Ausfall der Gaslieferungen erzwungenen Abschaltungen. Seit Dienstag gilt in der Slowakei der Gas-Notstand. Die 1 000 größten industriellen Abnehmer dürfen seit Mittwoch kein Gas mehr verbrauchen, um die Versorgung der Haushalte, Krankenhäuser und Schulen nicht zu gefährden. Für diese reichen laut der Regierung und dem slowakischen Gasmonopolisten SPP die Gasreserven für den ganzen Winter.

Bedingung sei aber, dass sich die Industriebetriebe an ihr Verbot zur Gasentnahme halten, da sonst der Druck in den Versorgungssystemen nicht aufrechterhalten werden könne. Ein Sprecher des größten Gas-Heizkraftwerks in Bratislava warnte aber, die Versorgung der Hauptstadt Bratislava mit Warmwasser und Fernwärme sei schon in den nächsten Tagen gefährdet. Das Kraftwerk werde unter die Großabnehmer gerechnet und erhalte deshalb auch kein Gas mehr.

Für Donnerstagnachmittag hatte Ministerpräsident Robert Fico die Ministerpräsidenten der drei anderen Länder der sogenannten Visegrad- Gruppe zu einer Krisensitzung nach Bratislava eingeladen. Außer der Slowakei gehören Tschechien, Ungarn und Polen dazu.

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