In Europa Mitte werden Stellen gestrichen
Tui verlagert Arbeitsplätze nach Ungarn

Teile seiner Buchhaltung verlagert Europas größter Touristikkonzern Tui in das Niedriglohnland Ungarn. Tui teilte am Dienstag mit, dass zugleich ein Viertel der bislang 320 Stellen in der Buchhaltung des Geschäftsbereichs Europa Mitte (Deutschland, Österreich, Schweiz) gestrichen werden solle.

HB FRANKFURT. Nach Angaben aus Tui-Kreisen sollen in dem Bereich rund sieben Millionen Euro im Jahr gespart werden.

„Wir werden volumenstarke, standardisierte Aufgaben der Buchhaltung für unseren Geschäftsbereich Europa Mitte ab Herbst nach Budapest verlagern“, sagte Tui-Sprecher Mario Köpers am Dienstag. In der ungarischen Hauptstadt sollten 70 neue Arbeitsplätze entstehen. Grund seien die deutlich niedrigeren Lohnkosten bei einer zugleich guten Infrastruktur und oft guten Deutsch-Kenntnissen der potenziellen Mitarbeiter. Weitere Verlagerungen seien derzeit nicht geplant.

Köpers bestätigte zudem Angaben der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“, wonach die verbleibenden 240 Arbeitsplätze in der Buchhaltung für elf Tui-Gesellschaften in eine neue Tui Dienstleistung GmbH ausgelagert werden soll. Künftig gebe es dafür nur noch zwei Standorte, Hannover und Budapest. Arbeitsplätze aus Österreich und der Schweiz würden zum Teil dorthin verlagert. Die Tui Dienstleistung GmbH hat einen eigenen Tarifvertrag, der zum Teil mehr Flexibilität bei Arbeitszeit und Gehältern bedeutet.

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