In Ruhe den Sanierungsplan umsetzen
Keine neue Sparrunde in Europa

Trotz der drastischen Gewinnwarnung will der weltgrößte Autobauer General Motors (GM) seinen Sparkurs in Europa nicht weiter verschärfen.

hz FRANKFURT/M. Intern hat sich die GM-Spitze in Europa um Fritz Henderson und dem Ex-Opel-Chef Carl-Peter Forster darauf festgelegt, es beim kürzlich vereinbarten Sparpaket zu belassen.

„Das Management hat zugesagt, dass es kein Nachschärfen geben wird“, sagte Klaus Franz, oberster Arbeitnehmervertreter von GM und Opel-Gesamtbetriebsratschef, dem Handelsblatt. „Was wir jetzt brauchen ist Ruhe, um den Sanierungsplan umzusetzen und die geplante Modelloffensive voranzubringen“, warnte er. In dieser Frage werde es „kein Rütteln und kein Wackeln“ geben. Auch im Führungszirkel der GM-Europazentrale hieß es: „Es sind keine zusätzlichen Maßnahmen geplant.“ Von den jüngsten Entwicklungen in den USA sei das Europageschäft nicht betroffen.

Der US-Konzern hatte sich bereits im Dezember mit der Belegschaft auf ein massives Sparpaket geeinigt, das den Abbau von rund 12 000 Stellen binnen zwei Jahren in Europa vorsieht. Zudem rang GM der Belegschaft im Gegenzug für Standortzusagen deutliche Lohnzugeständnisse ab. In Branchenkreisen war allerdings spekuliert worden, dass der US-Konzern nach seiner Gewinnwarnung die Daumenschrauben in Europa noch stärker anziehen könnte.

Doch GM glaubt, in Europa das Schlimmste hinter sich zu haben. In Zürich wird bereits angedeutet, dass GM 2005 unter dem prognostizierten Verlust von 500 Mill. Dollar bleiben könnte. Die Zulassungszahlen in den ersten zehn Wochen des Jahres seien ermutigend. In Westeuropa legte der Konzern in den ersten zwei Monaten 4,1 Prozent zu.

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