In Süddeutschland ist die Bahn am wenigsten pünktlich
Bahn verfehlt Pünktlichkeits-Ziel

Die Regionalzüge der Bahn fahren offenbar immer noch nicht so pünktlich, wie das Unternehmen es gerne hätte. Einen Kundenanspruch auf Entschädigungen soll es aber trotzdem nur für Fernzüge geben.

HB BERLIN. Die Deutsche Bahn hat nach einem Zeitungsbericht ihr selbstgestecktes Ziel, in diesem Jahr mit 95 Prozent der Regionalzüge pünktlich unterwegs zu sein, fast durchweg verfehlt. In zahlreichen Bundesländern erreiche das Unternehmen laut internen Unterlagen in der Regel nur Werte zwischen 80 und 90 Prozent, berichtet die «Süddeutsche Zeitung» am Sonntag vorab. In Bayern etwa seien im August 85 Prozent der Regionalzüge ohne Verspätung ans Ziel gekommen. In Baden-Württemberg kamen demnach im selben Zeitraum lediglich 81 Prozent der Regionalzüge fahrplangemäß an. Auch bei den Fernverbindungen habe die Bahn erhebliche Probleme mit der Pünktlichkeit, heißt es in dem Bericht weiter.

Trotz der schlechten Werte will die Bahn dem Bericht zufolge gegenüber ihren Fahrgästen nicht für unpünktliche Regionalbahnen, sondern nur für verspätete Fernzüge haften. Das Unternehmen verweise darauf, dass die Länder bereits erhebliche Strafgebühren kassierten, wenn der Nahverkehrs-Fahrplan nicht eingehalten werde. Die Bahn wolle nicht doppelt zahlen. In Bayern sind dem Bericht nach in diesem Jahr voraussichtlich zwölf bis 15 Millionen Euro Strafe fällig.

Derzeit verhandelt die Bahn mit den Verbraucherverbänden und der Bundesregierung über einen festen Anspruch der Reisenden auf eine teilweise Rückerstattung des Fahrpreises bei Verspätungen.

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