In USA flop, in Europa top
Zementhersteller Dyckerhoff wächst deutlich

Deutschlands zweitgrößter Zementhersteller Dyckerhoff leidet in den USA unter einem starken Absatzrückgang. Das gute Europageschäft macht die Verluste aber mehr als wett.

HB FRANKFURT/WIESBADEN. Der Überschuss sei im ersten Halbjahr auf 142 Millionen Euro von 96 Millionen Euro vor Jahresfrist gestiegen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Umsatz habe um 19 Prozent zugelegt auf 964 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr geht Dyckerhoff weiter von einer leichten Verbesserung beim Ergebnis und den Erlösen aus.

Sowohl in West- als auch in Osteuropa profitierte Dyckerhoff von gestiegenen Absätzen und Preisen. In den USA führten die Finanzmarktkrise sowie schlechtes Wetter dagegen zu Absatzrückgängen. Entsprechend trugen die Geschäftsbereiche Deutschland/Westeuropa und Osteuropa zu dem Umsatzwachstum bei, während der Umsatz des Geschäftsbereichs USA deutlich zurückging.

So sanken die Erlöse in den USA um 31 Millionen Euro auf 117 Millionen Euro. Die Produktion im US-Werk Independence in Kansas soll wegen der stark rückläufigen Zementnachfrage vorzeitig bereits Anfang September eingestellt werden, wie Dyckerhoff weiter mitteilte. Mit der Entscheidung für die Kapazitätserweiterung im US-Werk River hatte das Wiesbadener Unternehmen zuvor bereits die Rückführung von Importlieferungen und bei Bedarf die Stilllegung der Klinker- und Zementproduktion des alten und weniger rentablen Werkes Independence beschlossen.

Am stärksten entwickelte sich das Geschäft in Osteuropa, hier setzte der Zement- und Betonhersteller mit 450 Millionen Euro 139 Millionen Euro mehr um als im Vorjahreszeitraum. Die Region Deutschland/Westeuropa erreichte einen Umsatz von 397 (351) Millionen Euro. Die Stilllegung der Produktion in Kansas sei der wesentliche Grund für die um insgesamt 16 Millionen Euro höheren Abschreibungen, berichtete Dyckerhoff weiter. Bei einem verminderten Zins- und sonstigen Finanzergebnis sowie Beteiligungsergebnis erhöhte sich das Ergebnis vor Steuern insgesamt um 56 Millionen Euro auf 194 Millionen Euro. Der Halbjahresüberschuss stieg auf 142 (96) Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr stellt der Konzern, der sich mehrheitlich in der Hand der italienischen Buzzi Unicem befindet, eine leichte Verbesserung von Umsatz und Ergebnis in Aussicht. 2007 erzielte Dyckerhoff einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro sowie einen Jahresüberschuss nach Dritten von 259,2 Millionen Euro. Die Aktie des im SDAX notierten Unternehmens eröffnet den Handel mit einem Plus von etwa einem halben Prozent auf rund 45 Euro.

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