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07.07.2008 
Bier-Übernahmekampf

Inbev verschärft Angriff auf Anheuser-Busch

Der belgische Braukonzern Inbev verschärft seinen milliardenschweren Übernahmekampf mit dem US-Konkurrenten Anheuser-Busch. Der weltweit zweitgrößte Brauriese will den kompletten Verwaltungsrat von Anheuser-Busch abwählen lassen und mit eigenen Interessensvertretern besetzen.

Stella-Artois-Hersteller Inbev und Konkurrent Anheuser Busch streiten bereits vor Gericht. Foto: ReutersLupe

Stella-Artois-Hersteller Inbev und Konkurrent Anheuser Busch streiten bereits vor Gericht. Foto: Reuters

dpa BRÜSSEL/NEW YORK. Das kündigte Inbev am Montag in einer Mitteilung in Brüssel an. Über den Verwaltungsrat will Inbev den US-Traditionskonzern dann zur Annahme seines mehr als 46 Mrd. Dollar (29 Mrd Euro) schweren Kaufangebots zwingen.

Anheuser-Busch (US-Marken „Budweiser“ und „Bud Light“) lehnt die Offerte bislang als zu niedrig ab. Durch einen massiven Stellenabbau und Kosteneinsparungen will der Konzern seinen Wert weiter steigern und die feindliche Übernahme abwehren. Inbev („Beck's“ und „Stella Artois“) würde durch den Kauf zum globalen Branchenführer vor dem britischen Braukonzern SABMiller aufsteigen. Anheuser-Busch liegt derzeit auf Platz drei und beherrscht die Hälfte des US-Marktes.

Die Konkurrenz schäumt – die größten Bieraktien im Überblick

Inbev will nach eigenen Angaben noch im Laufe des Montags eine Liste mit 13 eigenen Kandidaten zur Neuwahl des kompletten Verwaltungsrats von Anheuser-Busch bei der US-Börsenaufsicht SEC einreichen. Die Belgier haben dazu auch bereits ein US-Gericht eingeschaltet. Es soll bestätigen, dass die Aktionäre von Anheuser-Busch die Führungsspitze auch ohne besonderen Anlass auswechseln können. Die Familie Anheuser-Busch und das Management können wegen der breiten Streuung der Aktien eine Übernahme nicht aus eigener Kraft verhindern.

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