Inder versus Rio Tinto
Milliardenschwerer Kampf um Riversdale

In der Bergbaubranche zeichnet sich ein milliardenschwerer Übernahme-Kampf ab. Fünf staatlich geführte indische Firmen bereiten nach Angaben vom Dienstag ein Angebot für den australischen Konzern Riversdale vor, für den bereits der britisch-australische Branchengigant Rio Tinto 3,5 Milliarden Dollar bietet.
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HB NEU DELHI. Als potenzielle Interessenten gelten noch eine ganze Reihe anderer Unternehmen - unter anderem die brasilianische Vale, die schweizerisch-britische Xstrata, die britische Anglo American und der US-Kohlekonzern Peabody Energy. Im Fokus des Interesses stehen die großen Mengen an qualitativ guter Kokskohle von Riversdale, die zur Herstellung von Stahl benötigt wird. Riversdale verfügt über zahlreiche Kokskohle-Bergwerke in Mosambik, die zwischen fünf und zehn Prozent des Weltmarktanteils ausmachen könnten.

Vor allem in Indien und China ist der Rohstoff heiß begehrt. "Indische Firmen müssen sich im Ausland Rohstoff-Vorräte sichern, um die wachsende heimische Nachfrage zu befriedigen. Bislang waren sie aber deutliche langsamer als die Chinesen beim Abschluss von Übernahmen", erläuterte Portfolio-Manager Taina Erajuuri von FIM India in Helsinki.

Zu dem indischen Konsortium namens International Coal Ventures Consortium (ICVL) gehören die Steel Authority of India sowie der Stromerzeuger NTPC. Bislang hatten Branchenexperten eher der indischen Tata Steel Interesse an Riversdale nachgesagt, weil Tata neben der brasilianischen CSN und dem US-Hedgefonds Passport Capital bereits einer der Hauptanteilseigner von Riversdale ist.

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