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Indien: Autobauer machen Druck wegen Freihandelsabkommen

Viele Unternehmen haben ein großes Interesse an dem geplanten Freihandelsabkommen zwischen Indien und den EU-Ländern. Das gilt insbesondere für die deutschen Autobauer, die sich von dem Markt viel versprechen. Sie ärgern sich über den aktuellen Streit um Zölle, die das Abkommen zu verzögern drohen.

Daimler-Chef Zetsche setzt auf den indischen Markt. Quelle: dpa
Daimler-Chef Zetsche setzt auf den indischen Markt. Quelle: dpa

BRÜSSEL. Die europäische Autobranche fordert die EU-Kommission auf, bei den Verhandlungen mit Indien über ein Freihandelsabkommen mehr Druck zu machen. "Für unseren Sektor sieht es noch nicht zufrieden stellend aus", sagte der Präsident des Europäischen Automobilherstellerverbands ACEA, Daimler-Chef Dieter Zetsche, dem Handelsblatt am Rande einer Veranstaltung in Brüssel.

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Sollten die Verhandlungen in dem Bereich nicht vorankommen, könnte das den Zeitplan für den Abschluss des Abkommens verzögern. Die Verhandlungen laufen seit nunmehr vier Jahren. Bislang hofft die Kommission darauf, die Vereinbarung noch im Frühjahr in trockene Tücher zu bringen. Bei Vertretern europäischer Autoproduzenten wachsen daran aber die Zweifel.

Handel müsse eine Zweibahnstraße sein, sagte Zetsche. Am Ende der Verhandlungen mit Indien müsste für die europäischen Autohersteller der zollfreie Zugang zum dortigen Markt stehen. Das müsse nicht von heute auf Morgen der Fall sein. Denkbar sei auch eine Übergangsphase mit allmählichen Reduzierungen. Doch Indien stellt sich quer.

Vor allem die Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China treiben die Verkäufe der europäischen Autobauer an. Europa selbst wird laut dem Branchenverband ACEA im laufenden Jahr bei den Autoverkäufen anderen Regionen der Welt hinterherhinken. "Wir werden uns auf die Märkte der BRIC-Länder stützen, die das weltweite Wachstum treiben", sagte Zetsche. Die meisten der Hersteller seien in den BRIC-Ländern tätig und könnten von der phantastischen Entwicklung profitieren. So wächst die indische Wirtschaft seit Ende der 1990er Jahre im Schnitt über sieben Prozent jährlich. Doch immer noch erschweren zahlreiche Hindernisse den Zugang zum dortigen Markt.

Die deutsche Wirtschaft beklagt seit Jahren die hohen Hürden in Form von Zöllen, Zusatzabgaben sowie nicht-tarifärer Handelshemmnisse, etwa Normen. Einfuhrzölle von bis zu 60 Prozent im Automobilsektor und zusätzliche Einfuhrabgaben erhöhen die Gesamtbelastung teilweise auf mehr als 100 Prozent. Übergangsfristen zum Abbau von Hemmnissen seien akzeptabel, nicht aber eine dauerhafte Abschottung einzelner Produktbereiche, betonte vor einiger Zeit auch der BDI. Genau das aber versucht Indien auf dem Automobilsektor; vor allem der Markt für Kleinwagen erscheint Neu Delhi schützenswert.

Der Handel zwischen Indien und der EU könne in den nächsten fünf Jahren hundert Milliarden Euro erreichen, hatte Indiens Handelsminister Sharma Ende vergangenen Jahres betont. Im Krisenjahr 2009 lagen die Ausfuhren der EU Richtung Indien bei 27,6 Milliarden Euro, während die Einfuhren einen Wert von 25,3 Milliarden Euro hatten. Vom Beginn des Jahrtausends hat sich der Warenverkehr mehr als verdoppelt. Das Schwellenland mit seiner rasanten Entwicklung ist der neuntwichtigste EU-Handelspartner.

Für die deutsche Industrie ist Indien ein wichtiger Zukunftsmarkt. Der Handel zwischen Indien und Deutschland hat sich seit Anfang der 1990er Jahre vervierfacht und erreichte 2009 ein Volumen von 13 Milliarden Euro. Die deutschen Exporte nach Indien haben seitdem auf acht Milliarden Euro mehr als verfünffacht.

Zuletzt hatte es bei den Verhandlungen zwischen Brüssel und Neu Delhi zwar Fortschritte im Bereich medizinische Nachahmerprodukte (Generika) gegeben. Doch auch im Bereich Maschinenbau verlaufen die Gespräche zäh.

  • 04.02.2011, 10:13 UhrAnonymer Benutzer: Indogermantrade

    indische Autos, Produkten sollten auch gleiche Chancen in Deutschland bekommen. indische Fluggesselschaften, indische Autos und andere Produkten bedeutet gleiche Rechte für alle. Deutsche industrie sollte mehr Ausländer/Frauen ohne Ausnahmen von EU/USA/Schweiz top Management chancen geben. Was nicht der Fall ist. Deutsche industrie hat wahre sinn von Globalisierung nicht verstanden: Geben und nehmen. Deutsche Gastarbeiter haben bis heute nicht verstanden was Willy brandt mal gesagt hat"if i'm selling to you, i speak your language. if i'm buying, dann müssen Sie Deutsch sprechen." Ausländische Management verstehen us nicht, dass die Uhren in andere Länder anders laufen.Wir indien business Network Experten sind sehr aktiv in diesem bereich

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