Industrie: Abschwung der Stahlbranche setzt sich fort

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Abschwung der Stahlbranche setzt sich fort

Schreckensmeldungen aus der Stahlbranche: Die Produktion bricht im Dezember drastisch ein. Der Auftragseingang fällt auf den niedrigstem Stand seit 2000. Thyssen-Krupp drosselt den Ausstoß.

DÜSSELDORF. Die deutsche Stahlproduktion wird nach einem drastischen Einbruch im Dezember voraussichtlich auch in diesem Jahr sinken. Marktführer Thyssen-Krupp kündigte an, dass die Hütten im Jahresverlauf mit gedrosselter Leistung betrieben würden. Die über die Weihnachtsferien eingeleiteten Maßnahmen werden damit verlängert. Der Konzern hatte mit den Betriebsräten Kurzarbeit bis zum 30. September vereinbart, dem Ende des laufenden Geschäftsjahres.

In einigen Bereichen sind die Arbeiter bereits in Kurzarbeit geschickt worden. "Diese soll nun ab Februar flächendeckend gelten", sagte ein Konzernsprecher gestern in Duisburg. Zum Umfang machte er keine Angaben. Welche Betriebsteile von der Kurzarbeit betroffen sein werden, soll Monat für Monat mit den Betriebsräten neu verhandelt werden.

Die Stahlbranche sieht sich weltweit angesichts der Krise der Automobil- und Maschinenbauindustrie mit einem drastischen Nachfrageeinbruch konfrontiert. Viele Kunden haben ihre Bestellungen zurückgefahren und ihren Bedarf aus eigenen Lagerbeständen gedeckt.

Dies spiegelt sich auch in den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts wider. Nach einem deutlichen Rückgang im Oktober brach der Auftragseingang im Monat November massiv ein. Der Behörde zufolge fiel der Auftragseingang in dem Monat auf den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2000. Gegenüber September sind die Neuaufträge der deutschen Stahlfirmen um 30 Prozent gesunken, wobei vor allem die Nachfrage aus dem Ausland schwächelte. Absolute Zahlen nannte die Behörde nicht. Die Branche verzeichnet mit dem Abschwung der Weltwirtschaft seit Oktober geringere Auftragseingänge.

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