Industrie
Altana erwartet 2006 weiteres Rekordjahr

dpa-afx FRANKFURT. Der vor einer drastischen Neuordnung sehende Pharma- und Spezialchemiekonzern Altana peilt nach einem Ergebnis- und Umsatzanstieg im ersten Quartal sein elftes Rekordjahr in Folge an. "Trotz der unerwarteten Belastungen im Deutschland-Geschäft gehen wir für das Gesamtjahr von einem weiter sehr dynamischen und ausgezeichneten Pharmageschäft aus mit einer Zuwachsrate beim Umsatz zwischen zwölf bis 14 Prozent und beim Ergebnis im hohen einstelligen Bereich von zwischen acht und zehn Prozent", sagte Vorstandschef Nikolaus Schweickart am Dienstag auf der Hauptversammlung in Frankfurt.

Der Prozess der Weiterentwicklung der Unternehmensbereiche Pharma und Chemie laufe, sagte Schweickart. "Wir streben an, beide Prozesse in diesem Jahr umzusetzen. Wir sind in Gespräche eingebunden. Ich kann Ihnen heute, drei Monate nach Beginn der Evaluationsphase, dazu noch keine weiteren Einzelheiten oder endgültige Entscheidungen mitteilen", sagte Schweickart.

Altana will die Chemiesparte noch in diesem Jahr reif für die Börse machen und sucht wegen bevorstehender Patentabläufe einen Partner - oder möglicherweise auch einen Käufer für Altana Pharma. Das wichtigste Medikament, das Magen-Mittel Pantoprazol, soll 2006 beim Eigenumsatz Zuwächse im deutlich zweistelligen Prozentbereich, beim weltweiten Marktumsatz, einschließlich aller Vertriebspartner, im hohen einstelligen Prozentbereich verbuchen. Im ersten Quartal hatte das Mittel einen Eigenumsatz von 361 Mill. Euro, ein Plus von 18 Prozent, erreicht.

Nach dem Erwerb der Chemiegruppe Eckart, dem größten Zukauf der Firmengeschichte, steht Altana Chemie nunmehr mit den Geschäftsbereichen "Additives & Instruments", "Effect Pigments", "Electrical Insulation" und Coatings & Sealants" auf vier Säulen. Für das Gesamtjahr werde ein Chemieumsatz in der Größenordnung von 1,2 Mrd. Euro und damit eine Zuwachsrate von über 30 Prozent erwartet.

Die Dividende soll zum 10. Mal in Folge angehoben werden. Den Altana-Aktionären wird eine Erhöhung um 16 Prozent auf 1,10 Euro pro Anteilsschein vorgeschlagen.

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