Industrie
Evotec verdoppelt Verlust

dpa-afx HAMBURG. Das Biotechnologie-Unternehmen Evotec hat im ersten Quartal seine Verluste wegen gestiegener Forschungsausgaben verdoppelt. Im Zusammenhang mit dem Erwerb von zwei MAO-B-Hemmern vom Schweizer Pharmakonzern Roche haben sich die Kosten in Forschung und Entwicklung mehr als vervierfacht, wie das im TecDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Dadurch habe sich der Fehlbetrag von 5,00 auf 10,36 Mill. Euro erhöht. Seinen Ausblick für 2006 betätigte Evotec.

Der operative Verlust erhöhte sich von 4,69 auf 10,61 Mill. Euro. Der Umsatz kletterte um 12,3 Prozent auf 17,80 Mill. Euro. Im Gesamtjahr erwartet Evotex weiterhin einen stagnierenden oder um bis zu fünf Prozent steigenden Umsatz.

"Wir sind gut ins Jahr 2006 gestartet", fasste Vorstandschef Jörn Aldag das Quartal zusammen. Im Januar habe Evotec zwei MAO-B-Hemmer von Roche einlizensiert, die sich in der Phase I der Entwicklung befinden. MAO-B-Hemmer blockieren ein Enzym, das Dopamin im Gehirn abbaut. Die erste und größte Tranche für den Erwerb der Hemmer sei im ersten Quartal angefallen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung würden in den Folgequartalen entsprechend geringer ausfallen. Im Gesamtjahr sollen die Ausgaben aber wegen des Ausbaus der Projektpipeline mit 30 bis 35 Mill. Euro dennoch höher liegen als in 2005. Positiv für 2006 stimme auch der gestiegene Auftragsbestand, hieß es.

Evotec ist spezialisiert auf Dienstleistungen für die Wirkstoffforschung der Pharmaindustrie, setzt aber zunehmend auf die eigene Forschung. Zwei Kandidaten sollen demnächst in die Phase II der klinischen Entwicklung treten. Im April hatte das Unternehmen eine Kapitalerhöhung über 18,5 Mill. Euro abgewickelt, um die Phase-II-Studien für die Wirkstoffe EVT 201 gegen Schlafstörungen und EVT 301 gegen Alzheimer zu finanzieren.

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