Industrie
GPC Biotech erhöht Fehlbetrag bei deutlich gestiegenem Umsatz nur minimal

dpa-afx MARTINSRIED. Das Biotechnologie-Unternehmen GPC Biotech hat im ersten Quartal seinen Fehlbetrag bei einem deutlich gestiegenen Umsatz nur minimal erhöht. Der Umsatz während der ersten drei Monate 2006 stieg um 187 Prozent auf 5,4 Mill. Euro, teilte die im TecDax gelistete GPC am Donnerstag mit. Der Anstieg des Umsatzes beruhe auf dem Entwicklungs- und Lizenzvertrag mit dem Vertriebspartner Pharmion für das noch nicht zugelassene Krebsmittel Satraplatin.

Der Periodenfehlbetrag erhöhte sich um vier Prozent auf 12,9 Mill. Euro (VJ: minus 12,4). Einen Ausblick gaben die Martinsrieder am Morgen nicht. Zuletzt wollte GPC Biotech den Umsatz im laufenden Geschäftsjahr in etwa verdoppeln. Die Höhe des Fehlbetrages hänge vom Zeitpunkt und vom Umfang einer Vermarktungsstrategie für den Krebswirkstoff Satraplatin in den USA ab.

Umsatz AUS Medikamentenentwicklung

Unser Umsatz hat sich aufgrund unseres Entwicklungs- und Lizenzvertrags mit Pharmion im Vergleich zum ersten Quartal 2005 fast verdreifacht", sagte Dr. Mirko Scherer, Finanzvorstand von GPC Biotech. "Es ist das erste Quartal, in dem der Großteil unseres Umsatzes aus unseren Medikamentenentwicklungsprogrammen und nicht aus Technologie-Kollaborationen stammt."

Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand (F & E) stieg im ersten Quartal 2006 um 30 Prozent auf 14,5 Mill. Euro. GPC Biotech begründete den Anstieg mit der Phase-III-Zulassungsstudie für Satraplatin. Das Medikament soll dem Unternehmen in der Spitze Jahresumsätze von mindestens 500 Mill. Dollar bringen.

Prognose BestÄTigt

Im Vorjahr wies GPC Biotech einen Fehlbetrag von 62,2 Mill. Euro und einen Umsatz von 9,3 Mill. Euro aus.

Nach einer fast Verdreifachung des Umsatzes im ersten Quartal bestätigte GPC Biotech den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. "Im Vergleich zum Vorjahr erwarten wir für 2006 etwa eine Verdoppelung der Umsätze", sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Die Höhe des Fehlbetrages 2006 hänge vom Zeitpunkt und vom Umfang einer Vermarktungsstrategie für den Krebswirkstoff Satraplatin in den USA ab. Außerdem rechnet GPC mit einem moderaten Anstieg des Forschungs- und Entwicklungsaufwands.

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