Industrie
GPC Biotech weitet Fehlbetrag nur geringfügig aus

dpa-afx MARTINSRIED. Das Biotechnologie-Unternehmen GPC Biotech hat trotz deutlich gestiegener Forschungskosten im ersten Quartal seinen Fehlbetrag nur minimal erhöht und seine Jahresprognose bekräftigt. „Es ist das erste Quartal, in dem der Großteil unseres Umsatzes aus unseren Medikamentenentwicklungsprogrammen und nicht aus Technologie-Kollaborationen stammt", sagte Finanzvorstand Mirko Scherer am Donnerstag bei Vorlage der Zahlen. Ihren Umsatz konnte die Gesellschaft in den ersten drei Monaten fast verdreifachen.

Der Anstieg des Umsatzes beruhe auf dem Entwicklungs- und Lizenzvertrag mit dem Vertriebspartner Pharmion für das noch nicht zugelassene Krebsmittel Satraplatin. GPC Biotech-Aktien verteuerten sich an der Börse um fast zwei Prozent auf 12,76 Euro.

Ausblick BestÄTigt

Nach über den Erwartungen des Marktes liegenden Zahlen bestätigte GPC Biotech den Ausblick: "Im Vergleich zum Vorjahr erwarten wir für 2006 etwa eine Verdoppelung der Umsätze", sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Die Höhe des Fehlbetrages 2006 hänge vom Zeitpunkt und vom Umfang einer Vermarktungsstrategie für den Krebswirkstoff Satraplatin in den USA ab. Außerdem rechnet GPC mit einem moderaten Anstieg des Forschungs- und Entwicklungsaufwands. Im Vorjahr wies GPC Biotech einen Fehlbetrag von 62,2 Mill. Euro und einen Umsatz von 9,3 Mill. Euro aus.

Vermarktungspartner Pharmion will Satraplatin in Europa und anderen Ländern vertreiben. Die Martinsrieder wollen den Wirkstoff, der einen jährlichen Spitzenumsatz von mehr als 500 Mill. Dollar bringen soll, 2007 auf den US-Markt bringen. Den kompletten Zulassungsantrag für die USA will GPC bis Ende dieses Jahres eingereicht haben. Die Zulassung für Europa soll Pharmion im ersten Quartal 2007 beantragen. Für Asien strebt GPC ebenfalls eine Partnerschaft an. In Nordamerika will GPC das Medikament selbst vertreiben.

Quartalsergebnis

Der Periodenfehlbetrag erhöhte sich um vier Prozent auf 12,9 Mill. Euro (VJ: minus 12,4). Beim Umsatz verbuchte GPC einen Anstieg von 1,9 Mill. auf 5,4 Mill. Euro. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand (F & E) stieg im ersten Quartal 2006 um 30 Prozent auf 14,5 Mill. Euro. GPC Biotech begründete den Anstieg mit der Phase-III-Zulassungsstudie für Satraplatin.

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