Industrie
Kleber verderben Henkel die Laune

Der Düsseldorfer Dax-Konzern Henkel will mit Produktionskürzungen durch die Krise kommen. Bis 2012 rechnet das Unternehmen mit einer Steigerung der Umsatzrendite auf 14 Prozent. Doch die sinkende Nachfrage nach Industrieklebstoffen könnte die Pläne durchkreuzen.

DÜSSELDORF. Der Düsseldorfer Konsumgüterhersteller Henkel hält trotz aller Widrigkeiten an seinem Ziel fest, die Umsatzrendite bis zum Jahr 2012 auf 14 Prozent zu steigern. Das versprach Henkel-Chef Rorsted gestern auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens in Düsseldorf. Allerdings haben die Einbußen im Klebstoffgeschäft im vergangenen Jahr bereits an der Rendite geknabbert - sie sank um 0,2 Prozentpunkte auf 10,3 Prozent.

Henkel rechnet vor allem mit einem starken Umsatzrückgang seiner Klebstoffsparte - und wird deshalb voraussichtlich in zwei deutschen Werken für rund 500 Mitarbeiter Kurzarbeit anmelden, sagte Rorsted. Nach der Übernahme des US-Industriekleber-Herstellers National Starch im vergangenen Jahr ist der Markengigant weit vor Unternehmen wie Sika, ITW oder 3M Weltmarktführer in diesem Segment.

In zahlreichen US-Werken wird wegen der stetig sinkenden Nachfrage nach Industrieklebstoffen nach Konzernangaben schon längere Zeit weniger gearbeitet. Dem Einbruch der Nachfrage will der Dax-Konzern auch 2009 mit zeitweiligen Betriebsstilllegungen begegnen.

Obwohl die Rezession vor allem das Geschäft mit den Industriekunden aus der Automobil- und Elektroindustrie gründlich verdarb, konnte der Markenhersteller die Gesamterlöse im vergangenen Geschäftsjahr noch einmal steigern, und auch die Gewinne sprudelten wie gewohnt.

Allerdings ist dies zunächst auf einmalige Sondereffekte zurückzuführen. Denn der Hersteller von Pritt, Persil und Pril verbuchte zum ersten Mal die Umsatzsteigerung durch den Kauf des US-Klebstoffherstellers National Starch und die Einnahmen aus dem Verkauf seiner Beteiligung an dem US-Reinigungsmittelhersteller Ecolab.

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