Industrie
Luxusgüterkonzern Richemont hat Akquisitionspläne

dpa-afx GENF. Der Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont erwägt Akquisitionen im Ledergeschäft sowie von Schmuck- und Juweliermarken. Dies sagte Konzernchef Norbert Platt in einem Interview mit der Schweizer Zeitung "Finanz und Wirtschaft" vom Samstag. Richemont sei im Ledergeschäft, das über alle Marken verteilt einen Umsatz von lediglich 350 Mill. Euro erziele, nicht ausreichend vertreten. Das Unternehmen sei daher "sehr, sehr offen für die Akquisition einer Marke mit Kompetenz im Ledergeschäft", sagte Platt. Die französische Hermés bezeichnete er in diesem Zusammenhang als "tolle Marke, aber für uns nicht aktuell".

Bei den Schmuck- und Juweliermarken sei Richemont an jenen interessiert, die sich auch bei unabhängigen Juwelieren verkaufen ließen. Wenn sich die Möglichkeit einer freundlichen Übernahme ergebe, "würden wir eine solche Chance nicht ausschlagen". Audemars Piguet, bei der das Vorkaufsrecht von Jaeger-Le-Coultre demnächst ausläuft, sei eine der tollsten Marken und sauber positioniert. "Aber: Es wäre "nur" eine weitere Marke in einem sehr gut sortierten Sortiment", sagte Platt.

Richemont hatte am Donnerstag den Jahresabschluss 2005/06 vorgelegt und mit einem Rückgang des Reingewinns um zehn Prozent auf 1,0 Mrd. Euro die Börse enttäuscht. Die Richemont-Aktie verlor am Donnerstag 12,3 Prozent, am Freitag machte der Titel einen Teil der Verluste wieder wett und gewann 5,9 Prozent.

Zum Richemont-Konzern gehören Prestigemarken wie Van Cleef & Arpels, Alfred Dunhill, Montblanc et Lancel sowie die Uhrenhäuser Jaeger-Le Coultre, Baume & Mercier, IWC, Vacheron Constantin, A. Lange & Söhne und Officine Panerai.

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