Industrie
Medigene schreibt im ersten Quartal schwarze Zahlen

dpa-afx MARTINSRIED. Das Biotechnologie-Unternehmen Medigene hat nach dem Erreichen der Gewinnschwelle im ersten Quartal und einem kräftigen Umsatzanstieg seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt. Danach soll der Umsatz auf 30 Mill. Euro steigen, teilte das im TecDax gelistete Unternehmen am Mittwoch mit. Auf Basis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (Ebit) wollen die Martinsrieder die Gewinnschwelle erreichen. Entscheidend für die Umsetzung der Finanzziele sei die Zulassung der Polyphenon E-Salbe in den USA noch innerhalb des laufenden Geschäftsjahrs. Medigene erwartet bei Zulassung in den USA eine Meilensteinzahlung vom Vermarktungspartner Bradley. Das Medigene-Papier stieg im frühen Handel um mehr als vier Prozent.

Mit seinen Zahlen zum ersten Quartal übertrafen die Martinsrieder die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten. Im ersten Quartal steigerte das Unternehmen den Umsatz von 3,8 auf 6,59 Mill. Euro. Der Betriebsverlust (Ebit) verringerte sich um 93 Prozent auf 0,1 Mill. Euro, während der Überschuss auf 0,1 Mill. Euro stieg (VJ: -0,9 Mio).

Erstmals UMSÄTZE MIT Polyphenon-Salbe

Erstmals erziele Medigene Umsätze aus der Kommerzialisierung der Polyphenon E-Salbe gegen Genitalwarzen. Im Rahmen einer im Januar 2006 abgeschlossenen Vermarktungspartnerschaft erhielt das Biotech-Unternehmen eine Meilensteinzahlung in Höhe von fünf Mill. Dollar. Mit dem Krebsmedikament Eligard verbuchte Medigene im ersten Quartal Meilensteinzahlungen und Umsätze in Höhe von 2,5 Mill. Euro (VJ: 3,3). Während sich der Anteil der Meilensteinzahlungen bei Eligard reduzierte, stieg der Umsatz mit Eligard nach Aussagen einer Sprecherin um rund 100 Prozent.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich wie geplant wegen der Ausweitung des Entwicklungsprogramms für Endotag um 20 Prozent auf 4,0 Mill. Euro. Derzeit laufe eine klinische Phase 2-Studie für die Anwendung des Mittels gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs, für die Ende des Jahres erste Daten erwartet werden. Eine weitere Studie, die noch in diesem Jahr beginnen soll, wird in der Indikation Brustkrebs (bei hormonrezeptornegativen Patientinnen) vorbereitet.

Der Barmittelbestand habe sich durch den Abschluss der Vermarktungspartnerschaft mit Bradley Pharmaceuticals und durch die erfolgreiche Durchführung einer Kapitalmaßnahme zum Ende der Berichtsperiode auf 52 Mill. Euro erhöht.

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