Industrie-Nähmaschinen
Pfaff ist wieder in deutscher Hand

Der deutsche Industrie-Nähmaschinenhersteller Pfaff hat einen neuen Besitzer. Die Münchener Beteiligungsgesellschaft GCI Bridge Capital hat den Traditionskonzern übernommen und will diesen langfristig an die Börse bringen.

HB FRANKFURT. GCI habe die Pfaff-Anteile der italienischen Eigentümer Bianchi Mare und Efibanca gekauft, teilten das Management der Beteiligungsgesellschaft und Pfaff am Freitag mit. „A la longue wird es einen Börsengang geben“, sagte GCI-Finanzvorstand Albert Wahl der Onlineausgabe der „Financial Times Deutschland“. Die Gesellschaft will dem Bericht zufolge anschließend wieder bei Pfaff aussteigen, dies solle aber nach den Worten Wahls nicht sofort nach einem Börsengang geschehen.

Der Nähmaschinen-Großhändler Bianchi Mare war 2002 mit 95 Prozent bei Pfaff eingestiegen und will sich nun wieder auf den italienischen Markt konzentrieren. „Wir sehen die Zukunftsperspektiven der Pfaff-Gruppe positiv und sind optimistisch, den bisherigen Weg auch künftig nachhaltig erfolgreich zu gestalten“, sagte Wahl in einer Pressemitteilung.

Die in Kaiserslautern ansässige Pfaff beschäftigt weltweit 750 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2004 einen Umsatz von 72,9 Mill. Euro. Noch in den 70er Jahren beschäftigte Pfaff weltweit rund 10 000 Menschen, geriet aber Ende der 80er Jahre mangels ausreichender Investitionen und Innovationen in akute Probleme. 1999 war Pfaff von der chinesisch-amerikanischen Muttergesellschaft Singer in die Insolvenz gezogen worden. Um das Unternehmen zu retten, war die Haushalts-Nähmaschinensparte von Pfaff an die schwedische Husqvarna-Viking-Gruppe verkauft worden. Seither konzentriert sich Pfaff auf die Produktion und den Vertrieb von Nähmaschinen für die Bekleidungsindustrie. Nach der Sanierung erwarte Pfaff 2005 operativ erstmals seit Jahren wieder einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen.

Pfaff-Vorstand Peter Schwenk erklärte, dass auch mit dem neuen Eigentümer die Konzentration auf hochwertige Produkte weiterverfolgt werde. GCI halte an der Beschäftigungsgarantie fest, die bis Mitte 2007 gilt. Pfaff wolle seine Präsenz in Asien, Südamerika und Osteuropa ausbauen.

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