Industrie
Pfeiffer Vacuum bleibt nach Quartalsplus bei 2006-Ziel

dpa-afx ASSLAR. Der Vakuumtechnik-Spezialist Pfeiffer Vacuum hält nach teils starken Quartalszuwächsen an seinem Jahres-Wachstumsziel fest. Eine Erhöhung der Prognose im Jahresverlauf schließt die Gesellschaft allerdings nicht aus. Das positive Verhältnis von Aufträgen zu Umsätzen stimme optimistisch, teilte die Pfeiffer Vacuum Technology AG am Mittwoch mit. "Derzeit wird aber noch kein Anlass gesehen, die bisherige Prognose einer Umsatzsteigerung von sechs bis acht Prozent zu ändern."

Vorstandschef Wolfgang Dondorf zeigte sich zufrieden mit der Geschäftsentwicklung zum Jahresauftakt. "Hauptumsatztreiber sind die USA und Asien, aber erfreulicherweise steigt auch die Inlandsnachfrage", sagte er "Es wird offensichtlich auch in Deutschland wieder mehr investiert." Im Berichtsquartal kletterte der Umsatz im Jahresvergleich dank Aufträgen aus den USA, Asien und Deutschland um 16,2 Prozent auf 43,7 Mill. Euro. Die Gewinne stiegen noch deutlicher. Die wichtigste Produktfamilie des Unternehmens, die Turbopumpe, baute ihren Umsatzanteil weiter aus. Ihr Anteil an den Gesamterlösen stieg im Jahresvergleich von knapp 39 auf 45 Prozent.

Rekord-Ebit-Marge

Der Vakuumtechnik-Spezialist steckte mehr Geld in Vertrieb und Marketing. Für ihre Verwaltung musste das Unternehmen etwas mehr ausgeben. Neue gesetzliche Vorschriften bezüglich der Börsennotierung in den USA und Deutschland hätten den Prüf- und Dokumentationsaufwand erhöht. Das Betriebsergebnis (Ebit) wuchs dessen ungeachtet um 29,3 Prozent auf 10,5 Mill. Euro. Die Ebit-Marge habe damit das Rekordniveau von 24,1 Prozent erreicht, teilte Pfeiffer Vacuum mit. Der Quartals-Überschuss kletterte um 30 Prozent auf 6,4 Mill. Euro.

Die im TecDax notierte Pfeiffer-Vacuum-Aktie verteuerte sich kurz nach Handelsbeginn um 2,24 Prozent auf 55,77 Euro. Sie war damit zweitbester Wert im Index. Marktbeobachter bezeichneten die Ebit-Marge als beeindruckend. Sie rechnen im Handelsverlauf mit Rückenwind für die Aktie, auch wenn sie in diesem Jahr bereits gut gelaufen sei. Im April hatte der Pfeiffer-Vacuum-Titel ein neues Allzeithoch von 57,60 Euro erreicht.

Auftrags-Entwicklung

Auftragseingang und -bestand stiegen zum Jahresauftakt ebenfalls. Bei Pfeiffer Vacuum gingen Aufträge im Wert von 45,1 Mill. Euro ein - ein Plus von 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Damit war der Auftragsbestand im Berichtsquartal höher als die Umsätze, er stieg um 2,7 Prozent auf 30,9 Mill. Euro. Die Book-to-Bill-Ratio, ein Indikator für den mittelfristigen Trendverlauf, betrage 1,03. Diese Ratio besagt, dass einem Auftragseingang von 1,03 Euro jeweils 1,00 Euro Umsatz gegenübersteht.

Pfeiffer Vacuum fertigt neben Turbopumpen auch Vakuum-Messgeräte, Massenspektrometer, Ventile oder Lecksucher. Vakuumtechnik wird eingesetzt bei der Produktion von Solarzellen, Halbleitern, Dvds, Wärmeschutzglas oder der Beschichtung von hochbelastbaren mechanischen Werkzeugen sowie Brillengläsern.

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