Industrie
Roche stoppt klinische Studie mit Avastin für Bauchspeichedrüsenkrebs

Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat eine fortgeschrittene klinische Studie für sein umsatzträchtiges Krebsmittel Avastin in der Indikation Bauchspeicheldrüsenkrebs abgebrochen.

dpa-afx BASEL. Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat eine fortgeschrittene klinische Studie für sein umsatzträchtiges Krebsmittel Avastin in der Indikation Bauchspeicheldrüsenkrebs abgebrochen. Das Medikament, das in Kombination mit einer Gemcitabine-Chemotherapie als Erstlinientherapie Bauchspeicheldrüsenkrebs behandeln soll, habe sich in dieser Form nicht als wirksam erwiesen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Basel mit. Roche entwickelt das Mittel gemeinsam mit der US-Tochter Genentech .

Eine Zwischenanalyse von Studiendaten habe ergeben, dass es sehr unwahrscheinlich sei, dass die Behandlung signifikante Vorteile beim Überleben bringe. Roche-Genussscheine gaben bis zum frühen Nachmittag um 0,75 Prozent auf 195,40 Schweizer Franken nach.

Weitere Studien ZU BauchspeicheldrÜSenkrebs

Über die finanziellen Auswirkungen des Studienstopps machte ein Sprecher keine Angaben. "Wir wollen nicht spekulieren." Es handele sich bei Bauchspeicheldrüsenkrebs um eine sehr schwierig zu behandelnde Krebsform, die weniger häufig auftrete als beispielsweise Darm-, Brust- oder Lungenkrebs. Roche führe eine weitere Phase III Studie zu Bauchspeicheldrüsenkrebs durch.

"Dieser partielle Rückschlag ist zwar schmerzlich, allerdings seien noch viele Avastin-Indikationen in klinischen Studien", sagte Analyst Claudio Werder von der Bank Vontobel. Er rechnet mit US-Zulassungen für Brustkrebs und Lungenkrebs gegen Ende 2006. Auch die Zürcher Kantonalbank (ZKB) verweist auf das insgesamt 25 verschiedene Krebsarten umfassende Entwicklungsprogramm von Roche zu Avastin. Dieses bleibe unberührt. Die jüngste Nachricht des Studienstopps bezeichnet die ZKB als "kursneutral".

Avastin ist bisher für Darmkrebs zugelassen. Weitere Zulassungsanträge für Brust- und Lungenkrebs sollen noch im laufenden Jahr folgen, wie Klauser früher gemachte Aussagen des Konzerns bestätigte.

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