Industrie
Siemens versüßt Alstom-Offerte

General Electric hat für Alstom Milliarden angeboten und tausend neue Arbeitsplätze in Frankreich versprochen. In diesem Punkt zieht Siemens im Übernahmekampf jetzt wohl gleich, um vor dem Parlament zu punkten.
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Paris/MünchenIm Bieterkampf um den französischen Alstom-Konzern werden am Dienstag in Paris die Chefs von Siemens und dem japanischen Konzern Mitsubishi Heavy Industries (MHI – hier ein Firmenporträt) über ihre Pläne informieren. Joe Kaeser und Shunichi Miyanaga werden am Nachmittag vom Wirtschaftsausschuss der französischen Nationalversammlung befragt, wie aus der Terminvorschau der Parlamentskammer hervorgeht.

Bereits für den Montag werden öffentliche Angaben der beiden Konzerne über eine mögliche Offerte für den französischen Turbinen- und Zugbauer erwartet. Angeblich wollen Siemens und MHI wie auch der um Alstom bietende Rivale General Electric die Schaffung von 1000 neuen Arbeitsplätzen anbieten. Die neuen Stellen sollten innerhalb von drei Jahren entstehen, berichtete die französische Tageszeitung „Le Figaro“ am Montag unter Berufung auf Industriekreise.

Siemens-Chef Joe Kaeser und MHI-Chef Shunichi Miyanaga werden den Informationen zufolge ihr Vorhaben am Montagnachmittag auch einem Sondergremium des Alstom-Verwaltungsrates in Paris präsentieren. Für Dienstagvormittag ist zudem ein Treffen mit Frankreichs Präsident François Hollande und Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg geplant.

Mitsubishi strebt eine Minderheitsbeteiligung bei Alstom an und will im Bereich von Dampfturbinen mit dem Konzern zusammenarbeiten. Siemens wiederum soll Interesse an einem Kauf des Gasturbinen-Geschäfts des französischen Konzerns haben und dafür vier Milliarden Euro bieten. Der Siemens-Aufsichtsrat hatte am Sonntagabend über die Pläne beraten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Industrie: Siemens versüßt Alstom-Offerte"

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  • @real.ist

    Wenn man irgendwo liest: "Amerikaner versprechen..." dann kann man eigenttlich mit dem Lesen aufhören.

  • 1000 neue Arbeitsplätze?

    Ist denn überhaupt genügend Arbeit für diese 1000 neuen Arbeitnehmer vorhanden?

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