Industrie
Würth-Gruppe kämpft mit der Auto-Flaute

Flaute in Automobilindustrie und Maschinenbau hat auch der weltweit tätigen Würth-Gruppe zu schaffen gemacht.

HB KÜNZELSAU. Die Wie der Weltmarktführer im Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial am Montag am Firmensitz Künzelsau mitteilte, ging der Umsatz im ersten Halbjahr um 17,5 Prozent auf 3,76 Mrd. Euro zurück. Dennoch wurde noch ein positives Betriebsergebnis von 102 Mio. Euro vor Steuern (Vorjahreszeitraum 316 Mio.) eingefahren, wie es weiter hieß.

Robert Friedmann, Sprecher der Würth-Konzernführung, sagte zu den vorgelegten Zahlen: "Unsere Umsatzentwicklung ist weiterhin stark beeinflusst von der schwierigen Situation unserer Kunden, insbesondere in der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und generell in den industrienahen Bereichen." In den vergangenen Wochen sei allerdings eine gewisse Bodenbildung feststellbar gewesen.

Die Tagesumsätze verliefen in vielen Konzernbereichen wieder recht stabil - allerdings auf vergleichsweise niedrigerem Niveau. "Aber die Umsätze sinken nicht mehr weiter und auch die Anzahl der Aufträge pro Tag steigt wieder", sagte Friedmann.

Je nachdem wie sich die Weltwirtschaft weiter entwickelt rechnet die Gruppe auf Jahressicht mit einem Umsatzrückgang zwischen 15 und 20 Prozent. Friedmann betonte, Würth tue alles, um die Auswirkungen der Krise so gering wie möglich zu halten. "Wichtig ist dabei, dass wir auch jetzt Marktanteile gewinnen. Deshalb stecken wir weiterhin alle Kraft in den Vertrieb."

Friedmann hob auch hervor, dass die Würth-Gruppe mit "solider Liquidität" ausgestattet sei. Auf dem Schweizer Kapitalmarkt sei erfolgreich eine Anleihe über 225 Mio. Schweizer Franken platziert worden. Der Konzern verfüge damit über 500 Mio. Euro liquide Mittel. Die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2009 betrage 41 Prozent. Die Zahl der Mitarbeiter wurde auf Jahressicht um 6,7 Prozent auf 58 593 Beschäftigte gesenkt, teilte das Unternehmen mit.

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