Industrieboom
Lanxess überzeigt Börsianer mit hohem Gewinn

Die Autoindustrie gibt das Tempo vor, die Chemiekonzerne ziehen nach: Der Boom auf dem Automarkt sorgt für ein deutliches Plus bei Lanxess. Die Leverkusener steigerten den Gewinn im vergangenen Quartal um 60 Prozent.
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FrankfurtDie boomende Auto- und Reifenindustrie hat den Gewinn beim Chemiekonzern Lanxess im ersten Quartal unerwartet kräftig angeschoben. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen sei binnen Jahresfrist um 38 Prozent auf 322 Millionen Euro nach oben geschnellt, teilte das Leverkusener Unternehmen am Mittwoch mit.

Analysten hatten im Schnitt nur mit 294 Millionen Euro gerechnet. "Der Gewinnsprung zeigt klar, dass sich unsere ehrgeizige Wachstumsstrategie bewährt", erklärte Konzernchef Axel Heitmann. Der Überschuss nahm sogar um 60 Prozent auf 166 Millionen Euro zu.

Nach den Quartalsergebnissen von Bayer und BASF unterstreichen auch die Zahlen von Lanxess, dass der Aufschwung in der Chemiekonjunktur zum Jahresstart nicht nachgelassen hat. Lanxess setzte 2,1 Milliarden Euro um und damit 29 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Konzern baute seinen Absatz aus und konnte gestiegene Rohstoffkosten über höhere Preise an seine Kunden weiterreichen.

Für den weiteren Geschäftsverlauf äußerte sich Konzernchef Heitmann optimistisch. "Der Auftakt des zweiten Quartals verläuft sehr erfreulich", erklärte der Manager. Der Umsatz soll im Gesamtjahr zulegen, beim bereinigten operativen Gewinn (Ebitda) wird ein Plus von zehn bis 15 Prozent erwartet. "Damit überschreiten wir erstmals die Schwelle von einer Milliarde Euro", erklärte Heitmann. Im vergangenen Jahr hatte Lanxess bei einem Umsatz von 7,1 Milliarden Euro ein bereinigtes operatives Ergebnis von 918 Millionen Euro erwirtschaftet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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