Industriegase-Konzern
Linde plant Teilumzug nach Großbritannien

Der Industriegase-Konzern Linde will nach der Übernahme des britischen Konkurrenten BOC Teile der Zentrale nach Großbritannien verlagern. Gespräch ist zudem eine Verlagerung der Zentrale von Wiesbaden nach München.

HB LONDON. Nach dem Zusammenschluss werde der Konzern „kein rein deutsches Unternehmen“ mehr sein, sagte Linde-Chef Wolfgang Reitzle der britischen Tageszeitung „The Guardian“. „Das wird auch seine Auswirkungen darauf haben, wo wir das Unternehmen führen werden.“ Im

Reitzle sagte, die Zuständigkeiten für Technik, Forschung und Entwicklung würden in Deutschland bleiben. In Großbritannien könnten die Verantwortlichkeiten für die Felder Marketing, Kommunikation und Investor Relations angesiedelt werden. „Wir sind gegenwärtig noch dabei, die beste Größe für unser Hauptquartier zu bestimmen“, so der Linde-Chef. Ziel sei eine „sehr effiziente, kompakte und schlanke“ Zentrale. Die Ortsfrage müsse noch entschieden werden. „Aber ich zweifle eher daran, dass wir nur einen Sitz haben werden.“

Mit der BOC-Übernahme steigt Linde zum weltgrößten Lieferanten für Industriegase auf. Reitzle hofft, dass das Geschäft nach der Zustimmung der Kartellbehörden in diesem Sommer abgeschlossen werden kann. Bei der Finanzierung des Kaufpreises von fast zwölf Mrd. Euro setzt Linde neben Bankdarlehen und einer Kapitalerhöhung auch auf den Verkauf von Konzernaktivitäten wie der Gabelstapler-Sparte.

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