Industriegase
Linde will in China Nummer Eins werden

Linde hat ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Petrochemiekonzern Sinopec gegründet, um im Reich der Mitte zum Marktführer bei Industriegasen aufzusteigen. Bisher ist nur Lindes englischer Zukauf BOC in China im Gasegeschäft aktiv.

HB MÜNCHEN. Linde investiere 64 Millionen Dollar (rund 48 Millionen Euro) in die Gesellschaft mit rund 180 Beschäftigten, sagte ein Sprecher am Freitag in München. Sie soll die Sinopec-Tochter Sinopec Qilu und andere Firmen mit mehr als 4 000 Tonnen Sauerstoff, Stickstoff und Argon pro Tag beliefern. Das Gase-Joint-Venture solle zum führenden Gaseanbieter in der Region werden.

Sinopec Qilu bringe zwei Luftzerlegungsanlagen in das neue Gnternehmen ein. Bis Mitte März 2008 will das Joint Venture mit dem Namen „Zibo BOC Qilu Gases Co“ in der chinesischen Provinz Shandong einen neuen Luftzerleger mit einer Kapazität von 1 500 Tonnen Sauerstoff pro Tag bauen. „Dieses Joint Venture vertieft die strategische Partnerschaft zwischen der Linde Group and Sinopec“, erklärte der Asien-Pazifik-Vorstand von Linde, Trevor Burt.

Die Linde-Gesellschaft BOC ist im Reich der Mitte seit 1987 im Gasegeschäft aktiv. Mit der Übernahme des britischen Gasekonzerns BOC für zwölf Milliarden Euro hatte Linde die französische Air Liquide auf Platz zwei der Branche verdrängt. Es war der größte Zukauf in der 127-jährigen Geschichte des Unternehmens. Die starke Stellung von BOC in Asien war mit ein Grund für die Übernahme. BOC hat mehr als 20 Tochterunternehmen und Joint Ventures in China und beschäftigt dort rund 1 600 Mitarbeiter.

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