Industrie

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Industriegasekonzern: EU genehmigt Linde den Kauf von BOC

Die EU-Kommission hat dem Wiesbadener Konzern Linde die Übernahme der britischen BOC Group genehmigt. Allerdings hat die Brüsseler Behörde die Zustimmung mit einigen Auflagen für den Anlagenbauer und Gasespezialisten verbunden.

HB BRÜSSEL/WIESBADEN. Sie beträfen die Veräußerung des Linde-Gasegeschäfts in Großbritannien, der Gasaktivitäten von BOC in Polen sowie einiger Linde-Verträge für Ethylenoxid in Großbritannien und in Irland. Diese Desinvestitionen entsprächen einem Umsatzvolumen von insgesamt rund 160 Millionen Euro.

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Darüber hinaus habe Linde zugesagt, verschiedene Bezugsverträge für Helium abzugeben und in dem mit der Kommission vereinbarten Umfang Joint Ventures zwischen BOC und Air Liquide im Raum Asien/Pazifik zu beenden, sei es durch den Verkauf der BOC-Anteile oder den Erwerb der Air Liquide-Anteile.

„Die Genehmigung der Europäischen Kommission ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Zusammenschluss mit BOC“, sagte Linde-Vorstandschef Wolfgang Reitzle. „Wir erwarten, dass die Transaktion wie vorgesehen im Laufe des dritten Quartals 2006 vollzogen wird. Der Umfang der kartellrechtlichen Auflagen entspricht unseren Erwartungen, wir werden die Auflagen zügig erfüllen.“

Auch die US-Kartellbehörden müssen die Übernahme noch absegnen. Das Prüfungsverfahren der US-Kartellbehörde FTC sei jedoch schon weit fortgeschritten. Linde sei zuversichtlich, die positive Entscheidung der FTC in den nächsten Wochen zu erhalten, und gehe davon aus, den Zusammenschluss mit BOC plangemäß im dritten Quartal 2006 vollziehen zu können.

Mit BOC will sich Linde zu einem reinen Industriegasekonzern wandeln und zur weltweiten Nummer eins in diesem Geschäft aufsteigen.

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