Industriegasespezialist
Linde glänzt mit Rekordgewinn

Der Industriegasespezialist Linde hat das Jahr 2010 mit Rekordmarken bei Umsatz und Ergebnis beendet. Davon werden auch die Aktionäre profitieren. Und das Unternehmen setzt sich mittelfristig neue Ziele.
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MünchenDer rasante Wirtschaftsaufschwung und starke Geschäfte in Asien haben dem Industriegase-Konzern Linde zu Rekordzahlen verholfen.

„Die Weltwirtschaft ist schneller und stärker gewachsen, als dies zu erwarten war“, erklärte Konzernchef Wolfgang Reitzle bei Vorlage der Bilanz 2010 am Donnerstag in München. Der operative Gewinn sei im vergangenen Jahr um 22,6 Prozent auf 2,93 Milliarden Euro gestiegen und liege damit über dem bisherigen Rekordwert aus dem Jahr 2008. Für das vierte Quartal standen 780 Millionen Euro zu Buche, während Analysten lediglich mit 737 Millionen gerechnet hatten. Dabei half dem Konzern, der unter anderem die Stahl- und Elektrobranche mit Gasen wie Sauerstoff und Stickstoff beliefert, auch ein Sparprogramm. Den Aktionären winkt nun eine satte Erhöhung der Dividende auf 2,20 von 1,80 Euro.

Linde blicke zuversichtlich in die Zukunft, erklärte Reitzle. Für dieses Jahr und 2012 stellte der Manager eine stetige Verbesserung von Konzernumsatz und operativem Gewinn in Aussicht. „Wir setzen uns neue Mittelfrist-Ziele“, sagte der Linde-Chef. Nun soll 2014 ein operativer Gewinn von mindestens vier Milliarden Euro erzielt werden und eine Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) von mindestens 14 Prozent. Das alte Mittelfristziel, das für 2010 einen operativen Gewinn von rund drei Milliarden Euro vorsah, hatte Reitzle im Zuge der Konjunkturkrise kassiert.

Linde setzte im vergangenen Jahr 12,87 Milliarden Euro um - ein Plus von 14,8 Prozent und ebenfalls eine neue Höchstmarke.

Der bereinigte Überschuss kletterte um 51,2 Prozent auf 1,17 Milliarden Euro. Auch dem französischen Konkurrenten Air Liquide hatten starke Geschäfte in den asiatischen Schwellenländern und Kostensenkungen 2010 zu einen Rekordgewinn verholfen.

„Wir sind mit unserem Gase- und Anlagenbaugeschäft global präsent und haben zudem unsere Leistungsfähigkeit erhöht“ erklärte Reitzle. In der Gasesparte kletterte der operative Gewinn 2010 um 16,3 Prozent auf 2,77 Milliarden Euro. Bei den Münchenern zahlt sich inzwischen deutlich aus, dass sie 2006 mit dem Kauf des britischen Gasekonkurrenten BOC ihr Asiengeschäft stark erweitert haben. Dort erzielte Linde im Gasebereich deutliche Steigerungsraten bei Umsatz und Gewinn. Aber auch in Westeuropa und Nordamerika verbuchte Linde Zuwächse. In der kleinere Anlagenbausparte kletterte der operative Gewinn um 29 Prozent auf 271 Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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