Industriekonzern
GE geht optimistisch ins Jahr 2011

Der größte amerikanische Industriekonzern hakt die Krise ab. Konzernchef Immelt verspricht mehr Umsatz und steigenden Gewinn. Durch die große Finanzsparte wurde GE von der Flaute deutlich heftiger getroffen als der Rivale Siemens.
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MÜNCHEN. Kommendes Jahr würden die Umsätze von General Electric (GE) um bis zu fünf Prozent wachsen und der Gewinn kräftig steigen, sagte Vorstandschef Jeff Immelt vor Analysten und Investoren in New York. "Wir haben das beste Portfolio, seit ich die Unternehmensführung übernommen habe", betonte der seit 2001 amtierende Manager.

Damit hat jetzt auch GE die Wende geschafft. Rivale Siemens ist im dritten Quartal bereits wieder gewachsen, während die Traditionsfirma von der amerikanischen Ostküste noch einmal einen Umsatzrückgang verbucht hat.

Analysten gehen derzeit von einem Gewinn für 2011 von 1,27 Dollar je Aktie aus. Das wäre ein Plus von mehr als zehn Prozent gegenüber den Schätzungen für das zu Ende gehende Jahr. 2012 wird es den Bankern zufolge weiter aufwärts gehen. GE-Chef Immelt gibt keine detaillierten Gewinnprognosen mehr ab, weil er seine Vorhersagen in der Krise mehrmals verfehlt hatte. Wegen der großen Finanzsparte wurde GE von der Flaute viel stärker getroffen als Siemens.

Die beiden Konzerne kämpfen weltweit um Aufträge für Kraftwerke, für Windkraftanlagen, für Lokomotiven, Medizintechnik und zahlreiche andere Produkte.

Um dem deutschen Rivalen davon zu ziehen, gibt Immelt seit einigen Monaten Milliarden für Akquisitionen aus. Erst Anfang der Woche verkündete er den Kauf des britischen Ölfeld-Ausrüsters Wellstream Holdings für 1,3 Milliarden Dollar. Der Manager stellte weitere Übernahmen in der Größenordnung von einer bis drei Milliarden in Aussicht.

Auch die Finanzsparte befindet sich inzwischen auf einem guten Weg. "Die Dinge laufen definitiv besser", betonte Immelt. Er will nun so bald wie möglich die Finanzlegende Warren Buffett auszahlen - der Investor hatte GE in der Krise mit drei Milliarden Dollar unter die Arme gegriffen.

Die Investoren an der Wall Street nahmen Immelts Optimismus kühl auf. Im frühen Handel fiel der Aktienkurs am Mittwoch um fast ein Prozent auf rund 16,60 Dollar. jojo

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München

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