Industriekonzern
Thyssen-Krupp bleibt Edelstahl doch treu

Der Industriekonzern Thyssen-Krupp will seine Edelstahlsparte nun doch nicht vollständig abgeben. Ursprünglich wollte sich der neue Vorstandschef Heinrich Hiesinger ja von dem Geschäfstbereich trennen.
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DüsseldorfDer Industriekonzern Thyssen-Krupp hat vom geplanten Komplettverkauf der Edelstahlsparte Abstand genommen. „Im Rahmen eines eventuellen Börsengangs Stainless wird Thyssen-Krupp an der börsennotierten Gesellschaft nennenswert beteiligt bleiben“, heißt es einer Vereinbarung zwischen Konzernführung und Arbeitnehmervertretern. Die Vereinbarung liegt dem Handelsblatt vor.

Der neue Vorstandschef Heinrich Hiesinger will sich von den Bereichen Automotive und Edelstahl trennen, um Geld für eine Neuausrichtung des Konzerns zu erhalten. Größter Brocken ist dabei die Sparte Edelstahl, die im laufenden Geschäftsjahr mit 11.000 Mitarbeitern einen Umsatz von über sechs Milliarden Euro erzielen soll

Nach Angaben aus Konzernkreisen ist ein Börsengang des Geschäftsbereichs die wahrscheinliche Variante, da es bei einem Verkauf hohe Kartellauflagen geben würde. Thyssen-Krupp ist der größte Edelstahlproduzent Europas. Mit dem Mutterkonzern als Großaktionär im Rücken sei die neue Edelstahlfirma den Wechselspielen an der Börse unterworfen, sagte ein Arbeitnehmervertreter dem Handelsblatt

In die letztendliche Entscheidung über die Trennung von Stainless soll der Betriebsrat von Thyssen-Krupp eingebunden werden. Im Gegenzug für die Zugeständnisse wollen die Arbeitnehmervertreter bei der heutigen Aufsichtsratssitzung den geplanten Konzernumbau mittragen.

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