Industriekonzern
Thyssen-Krupp spielt bei Stahlfusion auf Zeit

Der Preisdruck in der Stahlbranche belastet Thyssen-Krupp weiter. Die Gespräche über eine Zusammenlegung der Sparte mit Tata ziehen sich weiter hin. In anderen Konzernenteilen läuft es allerdings besser.
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DüsseldorfBei den sich seit Monaten hinziehenden Gesprächen über eine Stahlfusion von Thyssen-Krupp und Tata Steel ist kein rascher Durchbruch in Sicht. „Da kann ich Ihnen keine festen Zeitpläne geben. Das wäre einfach unseriös“, sagte Thyssenkrupp-Finanzchef Guido Kerkhoff am Donnerstag. Tata bemühe sich, Hindernisse wie die milliardenschweren Pensionslasten in Großbritannien aus dem Weg zu räumen. „Da ist doch was unterwegs. Da muss man Tata auch die nötige Zeit geben, das abzuarbeiten.“ Derweil kämpft das europäische Stahlgeschäft von Thyssen-Krupp mit einem Gewinnschwund. Der Gesamtkonzern konnte jedoch dank der profitablen Aufzugssparte und des Geschäfts mit Autoteilen zulegen.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 (per Ende September) um 40 Prozent auf 329 Millionen Euro. Vorstandschef Heinrich Hiesinger bekräftigte die Prognose, wonach der operative Gewinn im Gesamtjahr auf 1,7 Milliarden Euro von zuletzt 1,5 Milliarden steigen soll. „Wir bauen den Anteil der Industriegüter- und Dienstleistungsgeschäfte aus. Das ermöglicht uns, in Zukunft stabilere Ergebnisse zu erwirtschaften und profitabel zu wachsen“, sagte der Manager. Er treibt seit seinem Amtsantritt 2011 den Umbau des Konzerns weg vom schwankenden Stahlgeschäft und hin zu den Technologiegeschäften voran.

Das Stahlgeschäft leidet unter Preisdruck, Überkapazitäten und Billig-Importen aus China. In der europäischen Stahlsparte fiel der operative Gewinn auf 28 Millionen von 51 Millionen vor Jahresfrist. Dies sei enttäuschend, erklärten die Experten von Jefferies. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 53 Millionen Euro gerechnet. An der Börse ergriffen Anleger die Flucht: Die Aktie gab zeitweise um 4,8 Prozent nach. „Die Aussagen zu Tata liefern wenig Unterstützung, zudem ist das erste Quartal eher durchmischt ausgefallen“, sagte ein Händler.

Dabei waren die Stahlpreise auch wegen Anti-Dumping-Maßnahmen der USA und der EU gegen Billigimporte aus Asien zuletzt angestiegen. Bei Thyssen-Krupp schlug dies wegen der vielen noch laufenden Langfristverträge aber noch nicht durch. "Die höheren Preise werden erst im Laufe des Geschäftsjahres sichtbar werden", erklärte Finanzchef Kerkhoff. Im Gesamtjahr werde Steel Europe seinen Gewinn deutlich steigern.

Weltmarkführer Arcelor-Mittal legt am Freitag Zahlen vor. Tata Steel hatte am Dienstag erstmals seit über einem Jahr wieder für ein Quartal schwarze Zahlen vorgelegt. Auf dem Unternehmen lasten jedoch Pensionslasten in Großbritannien von 15 Milliarden Pfund (17,5 Milliarden Euro). Thyssen-Krupp will dafür nicht geradestehen. Tata sei dabei, eine Lösung zu finden, betonte Kerkhoff. "Das läuft. Wir sehen doch erhebliche Fortschritte, die Tata dort macht."

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ich weis nicht, ob Thyssen-Krupp in einer CO2 freien Energiewende Merkel Ideologie Politik in Zukunft noch Geschäfte in Deutschland machen kann.
    CO2 freie und Energiewende stehen für Mangel, Armut und Rückschritt einer Volkswirtschaft!

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